Betrüger könnten Unsicherheit um Credit-Suisse-Übernahme ausnutzen
Cyberkriminelle könnten sich die Unsicherheit um die Übernahme der Credit Suisse zu Nutze machen. Die Schweizerische Kriminalprävention warnt vor Phishing-Versuchen im Namen von Banken oder Finanzdienstleistern.
Die Übernahme respektive Rettung der Credit Suisse durch die UBS beschert letzterer nicht nur einen gewaltigen IT-Aufwand, sondern verunsichert auch viele Menschen. Finanzbetrüger und Cyberkriminelle könnten diese Unsicherheit ausnutzen, wie "SRF Espresso" berichtet.
Gauner könnten etwa versuchen, Kundinnen und Kunden der Credit Suisse zu locken - weg von der Grossbank und hin zu ihren eigenen vermeintlichen Investitionsangeboten, wie Fabian Ilg, Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention, gegenüber "Espresso" erklärt. Bislang seien noch keine entsprechenden Fälle gemeldet worden. Es könne aber gut sein, dass bald derartige Lockversuche auftauchen, sagt Ilg.
Cyberkriminelle würden allgemein gerne aktuelle Ereignisse und Krisen als Deckmantel für ihre Angriffe verwenden, schreibt das Nationale Zentrum für Cybersicherheit auf Anfrage des "SRF". Darunter seien vor allem Phishing-Versuche im Namen von Banken. Dabei werde das Opfer aufgefordert, rasch seine Kontodaten auf einer dubiosen Website einzugeben.
Eine echte Bank würde nie in dieser Form um Kontodaten bitten, sagt Fabian Ilg. Der Experte empfiehlt Empfängerinnen und Empfängern solcher Nachrichten, zunächst im Netz über die Seriosität der vermeintlichen Finanzdienstleister oder Investmentplattformen zu recherchieren. Zudem könne man bei der Finanzmarktaufsicht Finma nachfragen, ob das Unternehmen über eine Bewilligung für die angebotenen Dienste verfügt.
Aktuell setzen einige Cyberkriminelle übrigens auf eine neue Betrugsmasche: Die Betrüger bauen zunächst eine persönliche Beziehung auf, bevor sie ihre Opfer überzeugen, all ihr Geld in eine angebliche Krypto-App zu stecken. Mehr dazu lesen Sie hier.
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