EU will Datenschutz bei vernetzten Geräten stärken
Mit dem Data Act hat sich die EU auf ein Gesetz geeinigt, das die Verwendung von Daten vernetzter Geräte regelt. Konsumentinnen und Konsumenten sollen mehr Kontrolle über ihre Daten erhalten, während sich der Einfluss grosser US-Techkonzerne verringern soll.
Um zu regeln, wie Daten vernetzter Geräte in Zukunft verwendet werden, hat die EU den Data Act kreiert. Das Gesetz soll rechtliche, wirtschaftliche und technische Fragen klären zum Zugang von Daten, die beispielsweise vernetzte Haushaltsgeräte, Autos, gewisse Fitnessgeräte, aber auch Industrieanlagen sammeln. Zudem will die EU so die Dominanz grosser US-amerikanischer Tech-Konzerne eindämmen, wie die deutsche "Tagesschau" berichtet.
Konsumentinnen und Konsumenten wie auch Unternehmen sollen durch den Data Act mehr Kontrolle über ihre Daten erhalten, denn bisher war häufig unklar, wer was mit den Daten, die beispielsweise der Waschmaschine entspringen, anstellen darf. Grosse Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft und Google seien künftig dazu verpflichtet, illegalen Zugriff auf Daten zu verhindern und Standards für einen erleichterten Anbieterwechsel zu etablieren.
Behörden soll das neue Gesetz in Ausnahmefällen Zugriff auf Daten gewähren, die sich in Besitz der Privatwirtschaft befinden. Die "Tagesschau" nennt hier als Beispiele Hochwasserkatastrophen oder Waldbrände. Weiter sieht es der Data Act vor, den illegalen Zugriff auf Daten seitens Nicht-EU-Regierungen zu verhindern.
Nicht alle begrüssen das neue Gesetz, das 2025 in Kraft treten soll, wie es weiter heisst. So befürchteten Unternehmen wie Siemens und SAP eine mögliche erzwungene Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen. Auch grosse US-Technologieunternehmen hätten den Data Act kritisiert und argumentierten, dass er den internationalen Datentransfer beeinträchtigen könne.
Apropos EU-Richtlinien. Die EU will verklebten Akkus an den Kragen. Das Parlament nahm eine Gesetzesüberarbeitung an, die Hersteller von Smartphones und weiteren Geräten mit verklebten Akkus sowie anderen verklebten Komponenten, bald zum Umdenken zwingen könnte. Mehr dazu lesen Sie hier.
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