Swift-Rechenzentrum im Thurgau unter Polizeischutz
Der Kanton Thurgau hat das Rechenzentrum von Swift in Diessenhofen unter Polizeischutz gestellt. Nach dem Swift-Ausschluss mehrerer russischer Banken steigt die Sorge um mögliche Angriffe auf die Server des Finanzdienstleisters.
Die Thurgauer Kantonspolizei hat ein Sicherheitsdispositiv um das Rechenzentrum von Swift in Diessenhofen nahe der deutschen Grenze errichtet, wie die "NZZ" berichtet. Man habe die Massnahme in Absprache mit dem Finanzdienstleister ergriffen, um das Data Center vor Sabotageakten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zu schützen.
Die EU setzte ihre Sanktionen zum Ausschluss sieben russischer Banken aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift am 2. März in Kraft – mit einer Übergangsfrist von zehn Tagen. Nach Angaben von Swift nutzen über 11'000 Teilnehmende in mehr als 200 Ländern den Dienst. Vor allem Banken und Wertpapierfirmen, aber auch grosse Konzerne sind auf den Dienst angewiesen.
Das Rechenzentrum in Diessenhofen wurde vor etwa 20 Jahren gebaut. Es ist eines von drei Rechenzentren, die Swift betreibt. Die anderen beiden befinden sich in den USA und in den Niederlanden. Das Data Center in Diessenhofen ist umgeben von Stacheldraht, hohen Mauern, Überwachungskameras und hat fünf unterirdische Stockwerke, wie die "NZZ" weiter schreibt. Die "Thurgauer Zeitung" nennt den Datenstandort das "bestgehütete Geheimnis des Thurgaus".
Cyberattacken auf Schweizer Unternehmen sind um 6 Prozent gestiegen
Mit diesen neuen Tricks locken E-Mail-Betrüger ihre Opfer in die Falle
Update: Bundesrat schickt revidiertes Nachrichtendienstgesetz ans Parlament – und erntet Kritik
BACS warnt vor anhaltendem CEO-Betrug
Swiss Cyber Security Days 2026 – neue Wege zur digitalen Souveränität
Schweizer und Schweizerinnen verschwitzen Datenschutz bei KI
Schrecklich normale, statt schrecklich furchterregende Ringgeister
Identitätssicherheit jenseits des klassischen IAM
Warum Zoom-Meetings auch im 24. Jahrhundert noch doof sind