BACS zieht Zwischenbilanz zur Sensibilisierungskampagne
Im Rahmen des European Cyber Security Month hat das BACS eine Kampagne durchgeführt, um die Bevölkerung für Cybergefahren und den Einsatz von KI zu sensibilisieren. Nun zieht das Bundesamt ein Zwischenfazit.
"Einsatz von KI bei Cyberangriffen" - so lautet das Fokusthema der diesjährigen Awareness-Kampagne des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS). Es führte die Kampagne im Rahmen des European Cyber Security Month der EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) durch. Das Ziel: Die Bevölkerung - insbesondere Jugendliche, Berufstätige und Senioren - für die durch KI verstärkte Bedrohung durch Social-Engineering-Angriffe zu sensibilisieren. Nun gibt das BACS einen Rückblick auf die wichtigsten Erkenntnisse.
Kernstück der Kampagne war ein Sensibilisierungsvideo, das aufzeigt, wie Deepfakes funktionieren, was Angreifer damit anstellen können und wie man sich vor den entsprechenden Gefahren schützen kann.
Die Zielgruppe der Jugendlichen wollte man durch einen Workshop des Partnervereins Netpathie erreichen. Die Teilnehmenden sollten sich kreativ mit dem Thema Social Engineering auseinandersetzen und dazu ein Video produzieren.
Für die Berufstätigen gab es eine interaktive Online-Veranstaltung, in der Kampagnenbotschafter Ivano Somaini und der technische Analyst Brian Ceccato des BACS Einblicke in die Deepfake-Technologie und ihre potenzielle Nutzung in Social-Engineering-Angriffen gaben. An diesem virtuellen "Brown Bag Lunch" nahmen über 700 Personen teil, wie das BACS mitteilt.
Für die Zielgruppe der Senioren produzierten die Verantwortlichen der Kampagne ein Erklärvideo in Zusammenarbeit mit der Firma Techtipp. Das Video soll in verständlicher Sprache aufzeigen, wie die Manipulation über gefälschte Stimmen abläuft und wie man sich dagegen schützen kann.
2025 will das BACS die Kampagne fortführen. Zu diesem Zweck will das Bundesamt gemäss Mitteilung weiterhin mit Partnern wie Netpathie oder Techtipp, die ihre Expertise in der Ansprache jüngerer und älterer Zielgruppen einbringen, zusammenarbeiten. Auch Kampagnenbotschafter sollen weiterhin zum Einsatz kommen und die Nähe zur Zielgruppe herstellen.
Gemäss einer Umfrage von Sharp decken die Awareness-Schulungen in Schweizer Unternehmen sicherheitsrelevante Themen wie Phishing und Passwortsicherheit häufig nicht ab - mehr dazu lesen Sie hier.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal gibt es täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
OpenAI trainiert Frontier Models künftig ohne Internetzugang
1Password ermöglicht Log-ins für KI-Agenten - ohne Zugriff auf Passwörter
Exeon-Lösung erkennt auffälliges Verhalten von KI-Agenten
Cyberkriminelle geben sich in Microsoft Teams als IT-Support aus
Nach Angriff über PHP-Sicherheitslücke nehmen Betrüger Camper ins Visier
Nur 4 von 10 Schweizer CIOs kennen ihre Software-Lieferkette wirklich
Von Nazi-Spionen bis zum Zodiac-Killer - KI mischt die Kryptoanalyse auf
Tor für Cyberkriminelle: Hacker klauen Daten des Schweizer Eishockeyverbands
Wie Harry Potter in 30 Sekunden hätte enden können