SAP findet Sicherheitslücken in seinen Cloud-Diensten
Eine interne Untersuchung hat gezeigt, dass einige Cloud-Angebote von SAP mehrere IT-Sicherheitsstandards nicht erfüllen. Neun Prozent der Kunden sollen betroffen sein.
SAP muss bei der Cybersicherheit nachbessern. Der deutsche Softwarekonzern hat im Rahmen einer internen Untersuchung festgestellt, dass einige seiner Cloud-Dienste derzeit einen oder mehrere vertraglich vereinbarte oder gesetzlich vorgeschriebene IT-Sicherheitsstandards nicht erfüllen. Etwa 9 Prozent der rund 440'000 Kunden seien betroffen, teilt SAP in einem Blogeintrag mit. Die Lücken würden grösstenteils im zweiten Quartal dieses Jahres geschlossen, heisst es dort.
Die interne Untersuchung stehe in keinem Zusammenhang mit dem Auftreten eines Cybervorfalls. Zwar dauere das Audit noch an, doch es gebe keine Hinweise darauf, dass aufgrund der Sicherheitsmängel Kundendaten kompromittiert wurden. Die Kosten für die Schliessung der Sicherheitslücken haben dem Konzern zufolge keine Auswirkungen auf den finanziellen Ausblick aufs Geschäftsjahr 2020.
Laut SAP sind folgende Produkte betroffen:
SAP Concur
SAP Success Factors
SAP/CallidusCloud Commissions
SAP/Callidus Cloud CPQ
SAP C4C/Sales Cloud
SAP Cloud Platform
SAP Analytics Cloud.
SAP werde die Kunden über die potenziellen Risiken informieren und etwaige Betroffene bei der Lösung entsprechender Probleme unterstützen, heisst es im Blogeintrag weiter.
Erst vor Kurzem gab SAP seine Doppelspitze auf. Christian Klein ist nun alleiniger CEO. Seit Oktober 2019 hatte er die Geschäfte gemeinsam mit Jennifer Morgan geführt, die das Unternehmen auf Ende April verlassen hat.
Microsoft patcht aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke in Office-Anwendungen
Identitätssicherheit jenseits des klassischen IAM
Swiss Cyber Security Days 2026 – neue Wege zur digitalen Souveränität
Diese Katze schnurrt am lautesten
Cyberattacken auf Schweizer Unternehmen sind um 6 Prozent gestiegen
Mit diesen neuen Tricks locken E-Mail-Betrüger ihre Opfer in die Falle
Warum Zoom-Meetings auch im 24. Jahrhundert noch doof sind
Update: Bundesrat schickt revidiertes Nachrichtendienstgesetz ans Parlament – und erntet Kritik
BACS warnt vor anhaltendem CEO-Betrug