AWS bekämpft Cloud-Ausfälle mit Chaos-Engineering
Amazon Web Services hat den Fault Injection Simulator vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Chaos-Engineering-Lösung, die eine Reihe von Unterbrechungen simuliert, um die Ausfallsicherheit von Cloud-Umgebungen zu testen.
Amazon Web Services (AWS) plant die Einführung einer eigenen Chaos-Engineering-Lösung: dem Fault Injection Simulator. Das auf der diesjährigen Re:Invent-Konferenz vorgestellte, vollständig verwaltete Tool wird voraussichtlich 2021 erscheinen. Auf der offiziellen Produktseite erklärt AWS den Prozess des Chaos-Engineerings folgendermassen: Es geht darum, Anwendungen in Cloud-Test- oder Produktionsumgebungen zu testen, indem störende Ereignisse wie Serverausfälle oder API-Engpässe erzeugt werden. Dadurch ist es möglich, zu beobachten, wie das System reagiert und entsprechend Verbesserungen vorzunehmen.
Der Fault Injection Simulator bietet vordefinierte Modelle, die die gewünschten Störungen, wie zum Beispiel Serverlatenz oder Datenbankfehler, erzeugen. Der Simulator bietet "die Kontrolle und Sicherheitsvorkehrungen, die Teams für die Durchführung von Produktionsexperimenten benötigen, zum Beispiel ein automatisches Rollback oder das Anhalten des Experiments, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind", heisst es seitens AWS. Das Tool bietet ein echtes Fault-Injection-Experiment von einer zentralen Konsole aus, wodurch die Verwaltung komplexer Tools entfällt.
Der Fault-Injection-Simulator reiht sich in die gleiche Kategorie ein wie die Tools Gremlin oder Infostretch. Auch Netflix ist mit seiner selbst entwickelten und als Open Source auf Github veröffentlichten Lösung Chaos Monkey ein Vorreiter auf diesem Gebiet.
Auch Martin Andenmatten, Gründer und Geschäftsführer von Glenfis ist sich sicher: Die IT-Talente der Zukunft müssen Chaos-Monkeys sein. Denn Unternehmen müssen laut Andenmatten nach innen und nach aussen viel widerstandsfähiger gegenüber jeglicher Störung werden.
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