Phishing-Kampagne umgeht Sicherheitstools über Microsoft Word
Eine neue Phishing-Methode nutzt Microsofts Wiederherstellungsfunktion für Word-Dokumente, um Sicherheitssysteme zu überwinden. Beschädigte Dokumente werden von Security-Tools nicht erkannt und können nach der Wiederherstellung Schaden anrichten.
Eine neue Phishing-Kampagne macht sich Microsoft Word zunutze. Dabei verschicken Cyberkriminelle E-Mails, die im Anhang vorsätzlich beschädigte Dokumente enthalten, im vermeintlichen Namen der Payroll- oder HR-Abteilung, wie "BleepingComputer" schreibt. Themen wie Benefits und Bonusse für Arbeitnehmende im Anhang verleiten Empfänger zum Öffnen des Dokuments.
Laut "BleepingComputer" enthalten alle Dokumente der Phishing-Kampagne die Base64-codierte Zeichenfolge "IyNURVhUTlVNUkFORE9NNDUjIw,", die zu "##TEXTNUMRANDOM45##" dekodiert wird. Beim Öffnen des Anhangs erkenne Microsoft Word das beschädigte Dokument und frage, ob der Nutzer dieses wiederherstellen möchte. Der einfache Prozess führe dazu, dass dann ein QR-Code inklusive Firmenlogo des Arbeitgebers angezeigt werde.
Der QR-Code fordere den Empfänger dazu auf, ihn zu scannen, um ein Dokument sicher wiederherzustellen. Nach erfolgreichem Scannen leite ihn der Code auf eine als Microsoft-Login getarnte Phishing-Seite, die Anmeldedaten stiehlt. "BleepingComputer" zufolge bleibt diese neue Phishing-Methode von nahezu allen Sicherheitssystemen unerkannt, was die Kampagne bisher relativ erfolgreich gemacht haben soll.
Welches die diesjährig meist genutzten Phishing-Methoden sind und wie sich diese voraussichtlich im kommenden Jahr entwickeln, lesen Sie hier.
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