"Quantum Risk Score"

Schweizer Start-up hilft Unternehmen beim Berechnen ihrer Quantenrisiken

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: René Jaun, nki, tse

Das Schweizer Start-up Duokey hat in Paris den "Quantum Risk Score" vorgestellt. Das Bewertungssystem soll Unternehmen dabei helfen, ihre Migration zur Post-Quanten-Kryptografie vorzubereiten. Die Berechnung benötigt keinen Zugriff auf interne Systeme.

(Source: ArtemisDiana / stock.adobe.com)
(Source: ArtemisDiana / stock.adobe.com)

Anlässlich der VivaTech in Paris hat das Waadtländer Unternehmen Duokey ein kostenloses Tool namens "Quantum Risk Score" vorgestellt. Damit können Organisationen ihre kryptografische Exponierung gegenüber Quantenbedrohungen bewerten. Die Lösung soll Unternehmen konkret dabei unterstützen, ihren Migrationsprozess zur Post-Quanten-Kryptografie voranzutreiben, wie Duokey in einer Mitteilung schreibt.

Das Tool errechnet einen Score von 0 bis 100. Die Bewertung erfolgt auf Basis öffentlich beobachtbarer Signale, ohne Zugriff auf die internen Systeme der Organisation. Unternehmen sollen einen kompakten und überprüfbaren Überblick über den Vorbereitungsstand im Hinblick auf die erwarteten Weiterentwicklungen der kryptografischen Standards erhalten. Nach der Bewertung können Organisationen zudem ein 30-minütiges Beratungsgespräch mit dem Team von Duokey buchen.

Die mit Quantentechnologie verbundenen Risiken nehmen zu, wie Duokey in seiner Mitteilung hervorhebt. So sammeln Cyberkriminelle bereits heute verschlüsselte Daten in der Hoffnung, diese entschlüsseln zu können, sobald die Quantencomputertechnik ausgereift ist. Gleichzeitig erhöhen regulatorische Verschärfungen den Handlungsbedarf. In diesem Zusammenhang verweist Duokey insbesondere auf die CNSA 2.0-Vorgabe der NSA, die ab 2027 vorgesehen ist, sowie auf die vom NIST für das Jahr 2030 geplante Ausmusterung von RSA-2048 und ECDSA - "dem Verschlüsselungsrückgrat der meisten Unternehmensinfrastrukturen", wie das Start-up schreibt.

Quantencomputer könnten in unbestimmter, aber voraussichtlich naher Zukunft viele der heute gängigen Verschlüsselungsverfahren obsolet machen. Weshalb das heute schon ein Problem ist und wieso auch quantensichere Verfahren keine sorgenfreie Sicherheit bieten, erfahren Sie im Interview mit Morton Swimmer, Principle Threat Researcher bei Trend Micro.

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