Nach Datendiebstahl beim FBI

Update: Polizei verhaftet Shinyhunters-Mitglied

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von Julia Meyer und René Jaun und NetzKI Bot und jor

Jordanische Behörden haben ein mutmassliches Mitglied der Hackergruppe Shinyhunters verhaftet. Der verhaftete Sali at-Din Khader kooperiert laut Medienberichten mit der US-amerikanischen Bundespolizeibehörde, um weitere Mitglieder ausfindig zu machen. Zuvor versuchte Shinyhunters, das FBI mit angeblich abgegriffenen Daten zu erpressen.

(Source: David Trinks / Unsplash.com)
(Source: David Trinks / Unsplash.com)

Update vom 06.10.2026: Jordanische Behörden haben angeblich Sali at-Din Khader, Mitglied der Hackergruppe Shinyhunters, verhaftet. Insider hätten gegenüber "Reuters" berichtet, dass Khader dem FBI nun helfe, die anderen Mitglieder der Hackergruppe ausfindig zu machen. Die Verhaftung folgt auf einem angeblichen Datendiebstahl, mit dem Shinyhunters die US-amerikanische Polizeibehörde FBI erpresste.

Das FBI gab gegenüber "Reuters" keinen Kommentar zu Khaders Inhaftierung ab. Die Behörde kommentierte lediglich, den Vorfall weiterhin "aggressiv" zu untersuchen. IN Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen habe man mehrere Mitglieder der Gruppe verhaftet. "Wir werden keine Ressourcen schonen, um jedes einzelne verantwortliche Mitglied vor Gericht zu bringen", erklärte das FBI gegenüber "Reuters". 

Khader kooperiert mit dem FBI

Wie "Reuters" unter Berufung auf anonyme Quellen weiter berichtet, teilt Khader seine digitale Korrespondenz und seine elektronischen Geräte mit den Strafverfolgern, um die anderen Mitglieder der Gruppe ausfindig zu machen. 

"Reuters" zitiert zudem aus einer Nachricht von einer mit Shinyhunters in Verbindung stehenden E-Mail-Adresse. Demnach wolle die Gruppe keine weitere Eskalation mit dem FBI und mache "einen vollständigen Rückzieher".
 

Originalmeldung vom 24.09.2026: 

Cyberkriminelle erpressen FBI mit angeblich abgegriffenen Daten

Das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) ist möglicherweise Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die Hackergruppe Shinyhunters gibt an, zwischen 2 und 3 Terabyte an Daten bei der Bundespolizeibehörde abgegriffen zu haben, wie "Reuters" berichtet. Nun fordert sie zwar kein Lösegeld, verlangen aber vom FBI, eine im Frühling 2026 "für die Gruppe wenig schmeichelhafte" Bemerkung zurückzunehmen, wie es im Bericht heisst.

Es bleibt bei Mutmassungen

Gegenüber "Reuters" untermauert Shinyhunters den behaupteten Datenabfluss mit einer Excel-Tabelle. Laut dem Bericht enthält das Dokument Daten von Tausenden FBI-Angestellten, deren Adressen, Kontaktangaben, Geburtsdaten, Versicherungsnummern und Angaben zu jeweiligen Notfallkontakten.

Ebenfalls enthalten seien Angaben darüber, welchen regionalen FBI-Dienststellen die Mitarbeitenden zugeteilt sind. In einigen Fällen sei im Dokument auch vermerkt, ob jemand mit besonders heiklen Aufgaben betraut sei, etwa nachrichtendienstlicher Arbeit, Sicherheitsaufgaben oder Spionageabwehr. Die Tabelle führe auch Einheiten oder Teams auf, deren Existenz das FBI bislang nicht bestätigt habe. Dazu gehören Rollen im Zusammenhang mit Bedrohungen aus China, Russland und dem Iran. Für ausländische Geheimdienste wäre ein solcher Datenschatz "eine Goldmine", kommentiert der ehemalige FBI-Mitarbeiter im Bereich Spionageabwehr Eric O’Neill gegenüber "Reuters".

Die Echtheit des Dokuments lässt sich schwer überprüfen. "Reuters" gibt an, man habe die Daten von über 20 in der Tabelle genannten Personen verifizieren können, indem Informationen mit Bonitätsdaten und früheren Datenlecks abgeglichen worden seien.

Das FBI selbst bestätigt, Kenntnis von einem behaupteten Cyberangriff zu haben und den Vorfall "aktiv und aggressiv" zu untersuchen.

 

Lesen Sie auch: Im Sommer 2025 griff Shinyhunters Kontaktdaten von Unternehmenskunden des Tech-Giganten Google ab. An die Daten gelangten die Hacker über eine Salesforce-Instanz.

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