Kriminelle versprechen Rückerstattungen unter dem Deckmantel einer britischen Behörde
Derzeit kursieren E-Mails im vermeintlichen Namen des britischen Finanz- und Wirtschaftsministeriums HM Treasury. Cyberkriminelle versprechen darin die Rückerstattung angeblich beschlagnahmter Gelder. Tatsächlich wollen sie ihren potenziellen Opfern aber sensible Daten oder Geld abknöpfen.
Cyberkriminelle versenden derzeit E-Mails im vermeintlichen Namen von HM Treasury - dem Finanz- und Wirtschaftsministerium des Vereinigten Königreichs (UK). In den Nachrichten versprechen die Betrüger ihren potenziellen Opfern eine Rückerstattung verlorener Gelder, wie die Kantonspolizei Zürich auf ihrem Portal Cybercrimepolice.ch warnt.
Im E-Mail-Anhang befinde sich eine angebliche Bescheinigung von HM Treasury. Darin behaupteten die Kriminellen, die betroffenen Gelder seien im Rahmen von Ermittlungen beschlagnahmt worden und stünden nun für eine Rückerstattung zur Verfügung. Das Verfahren sei bereits genehmigt und die Auszahlung in die Wege geleitet worden, gaukeln die Bösewichte vor.
Um ihre Nachrichten glaubwürdiger erscheinen zu lassen, berufen sich die Betrüger laut Kapo auf britische Regelungen zum Schutz von Betrugsopfern und verlinken dabei auf eine echte Webseite der britischen Behörden. Die Empfänger sollen anschliessend auf die E-Mail antworten und ihre Telefonnummer angeben. Danach würden die vermeintlichen Behördenmitarbeitenden die Rückerstattung persönlich koordinieren, heisst es in den gefälschten Nachrichten.
Die Kantonspolizei warnt: Wer auf die Nachricht antwortet, nimmt nicht mit HM Treasury, sondern mit den Betrügern Kontakt auf. Diese versuchen laut Mitteilung, an sensible Daten oder Geld ihrer möglichen Opfer zu gelangen.
Betrugsfalle vermeiden
Die Kantonspolizei Zürich rät, solche E-Mails zu ignorieren und zu löschen oder in den Spam-Ordner zu verschieben. Betroffene sollten weder auf die Nachrichten antworten noch persönliche Daten preisgeben. Wer bereits sensible Informationen weitergegeben hat, sollte betroffene Passwörter ändern, seine Konten auf verdächtige Aktivitäten überprüfen und bei der Polizei Anzeige erstatten.
Nicht nur Privatpersonen können sich im Betrugsnetz verfangen, wenn sich Cyberkriminelle als Behörden ausgeben. So hat die britische Neobank Revolut versehentlich Kundendaten an einen Angreifer übermittelt, der sich als Regierungsbehörde ausgab. Mehr dazu lesen Sie hier.
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