Betrüger phishen auf Smart-TVs
Betrüger nutzen Smart-TVs als neuen Angriffspunkt, um an Geld oder persönliche Daten ihrer Opfer zu gelangen. Die Non-Profit-Organisation Better Business Bureau warnt vor Pop-Up-Fenstern, die auf inexistente Probleme verweisen.
Mit dem Internet verbundene TV-Geräte sind eine neue Angriffsfläche für Betrüger. Die Non-Profit-Organisation Better Business Bureau warnt vor einer aktuellen Phishing-Mashe. Dabei weisen die Kriminellen die Nutzerinnen und Nutzer der Smart-TVs mit Pop-Up-Meldungen auf Probleme hin, die in Wahrheit gar nicht existieren. Um dieses angebliche Problem dann zu beheben, sollen die Nutzer und Nutzerinnen Geld überweisen oder den Fernzugriff auf den Fernseher erlauben, fasst "20 Minuten" zusammen.
Die vermeintliche Problemmeldung könne sich auf das Gerät oder auf ein Streaming-Abo beziehen. Im Pop-up-Fenster fordern die Betrüger die Nutzerinnen und Nutzer zunächst auf, eine Nummer anzurufen oder eine Website zu besuchen, um das Problem zu beheben.
Tun sie dies, geben sich die Kriminellen als angeblicher Kundendienst aus. Sie fordern ihr Opfer dazu auf, die Kreditkartendaten zur Zahlung einer Aktivierungsgebühr anzugeben oder einen Link anzuklicken, um den angeblichen Fernzugriff auf ein Gerät zu gewähren. Tatsächlich versuchen sie damit, dem Opfer weitere Malware unterzujubeln und an persönliche Daten, wie Passwörter zu gelangen.
Die Experten von Better Business Bureau empfehlen, Zahlungen zu überprüfen bevor man sie tätigt. und die Adressen besuchter Websites genau zu beachten. Häufig täuschen Kriminelle eine legitime Website vor, aber die Schreibweise des URLs unterscheidet sich um zwei oder drei Buchstaben,. Auch warnen die Experten davor, das Gerät niemals von Fremden fernsteuern zu lassen, denn dies berge viele Risiken für die Privatsphäre.
Übrigens: In einem dem BACS gemeldeten Betrugsfall übernahmen Betrüger das Facebook-Konto eines Influencers. Mehr zum Fall erfahren Sie hier.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal gibt es täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
So beginnt man, Cybervorfälle schon vor dem Ernstfall zu bewältigen
Wie Cyberkriminelle sich mit erbeutetem Geld aus dem Staub machen
DDoS-Attacken: Im Auge des Daten-Hurrikans
Verschlüsselung: Die Kunst, so zu schreiben, dass fast niemand es versteht
Cybersöldner: Wenn Kriminelle dem Staat unter die Arme greifen
Wie man Fake-Onlineshops erkennt
Wenn Satelliten schweigen: Die wachsende Cybergefahr im All
Warum Cybersicherheit in Spitälern auf der Strecke bleibt
Von Creeper zu Morris zu Zeus – eine kleine Geschichte der Malware