Google verbannt Kaspersky aus dem Play Store
Apps von Kaspersky sind aus dem Google Play Store verschwunden. Grund ist das von den USA verhängte Verbot von Softwarelösungen des russischen Anbieters.
Google hat die Android-Apps wie auch das Entwicklerkonto von Kaspersky aus dem Play Store entfernt. Der Grund dafür sind die jüngsten Sanktionen der USA, wie ein Google-Sprecher gegenüber "Bleeping Computer" mitteilte. Im vergangenen Juni verhängten die Vereinigten Staaten ein faktisches Verbot des Verkaufs von Kaspersky-Software im Land - mit der Begründung der nationalen Sicherheit. Mit dem Rausschmiss aus dem Play Store wirkt sich der US-Bann nun weltweit aus.
Kaspersky kritisiert Googles Vorgehen. Der Suchmaschinenkonzern habe die US-Beschränkungen überinterpretiert, heisst es in einer Stellungnahme des Herstellers von IT-Security-Lösungen. "Die restriktiven Massnahmen der USA verbieten nicht den Verkauf und Vertrieb von Kaspersky-Produkten und -Dienstleistungen ausserhalb der Vereinigten Staaten", schreibt Kaspersky. Man habe dies auch dem US-Handelsministerium mitgeteilt und hoffe, von diesem weitere Informationen zu erhalten.
Seiner Kundschaft empfiehlt Kaspersky derweil, auf alternative App Stores auszuweichen, beispielsweise auf jene von Samsung, Huawei oder Xiaomi. Zudem liessen sich die Android-Apps von Kaspersky auch auf der Website des Herstellers aktualisieren oder neu installieren.
Kaspersky musste sein US-Geschäft bereits im vergangenen Juli einstellen. Dies, nachdem das US-Finanzministerium 12 Kaspersky-Führungskräfte wegen ihrer Tätigkeit im russischen Technologiesektor sanktionierte und ihre US-Vermögenswerte einfror. Lesen Sie hier mehr dazu.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal gibt es täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Cyberkriminelle phishen auf Whatsapp mit angeblichem Tanzwettbewerb
Zürcher Regierung soll Smartbrillen unter die Lupe nehmen
Dem Schweizer Cybernachwuchs fehlt es an KI-Kompetenzen
Papers holt KI-Spezialisten zurück ins Team
Was die Schweizer IT-Bedrohungslandschaft im August geprägt hat
Die "it-sa" 2026 bringt die Cybersecurity-Community nach Nürnberg
Kallax für Paarthurnax - Ikea sagt Unordnung in Skyrim den Kampf an
Oomnium wird Opfer eines Cyberangriffs
Windows verrät Apps das Alter ihrer Nutzer