Appenzell Innerrhoden gibt sensible Daten an Medien weiter
Ein Mitarbeiter der Verwaltung Appenzell Innerrhoden hat versehentlich einen USB-Stick mit schützenswerten Personendaten an einen Journalisten weitergegeben. Den Datenträger hat man jedoch rasch zurückgeholt, Daten wurden keine weiterverarbeitet.
Bei der Präsentation der Staatsrechnung 2025 ist es im Kanton Appenzell Innerrhoden zu einer Datenpanne gekommen. Ein Verwaltungsmitarbeiter übergab versehentlich neben neuen physischen Datenträgern auch einen bereits verwendeten USB-Stick mit schützenswerten Personendaten an einen Journalisten, wie der Kanton schreibt. Dieser war angeblich nicht passwortgeschützt und enthielt Daten aus mehreren Bereichen der kantonalen Verwaltung.
Konkret hätten die Daten unter anderem Angaben zu Personen mit finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Kanton umfasst, inklusive interner Bearbeitungsstände. Ebenfalls betroffen waren Informationen zu Studierenden mit kantonalen Darlehen sowie finanzielle Angaben zu Stiftungen und Personaldaten von Verwaltungsmitarbeitenden, wie der Kanton weiter schreibt. Laut "Watson" berichtete die Appenzeller Zeitung, zu der die Daten gelangt sind, über 150 Dokumente in die Hände bekommen zu haben.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden habe den USB-Stick aber innert kurzer Zeit zurückholen können. Die Appenzeller Zeitung bestätigte gemäss Mitteilung zudem schriftlich, weder Daten kopiert, gespeichert noch weitergegeben zu haben.
Weitere Schulungen zu Cybersicherheit geplant
Laut Mitteilung hat man bereits eine interne Aufarbeitung durchgeführt und Massnahmen eingeleitet. Die Panne wird auf menschliches Fehlverhalten zurückgeführt. Den betroffenen Mitarbeiter werde man aber verwarnen - bei einem weiteren Vorfall droht die Kündigung.
Die Standeskommission verweist auf bestehende Datenschutzvorgaben und regelmässige Schulungen der Mitarbeitenden. Zusätzliche Cybersicherheitstrainings habe sie bereits Mitte März 2026 beschlossen.
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