Daten zu Personal und Einsätzen

Cyberkriminelle Erpressen FBI mit angeblich abgegriffenen Daten

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von René Jaun und NetzKI Bot und jor

Das FBI ist mutmasslich Opfer eines Cyberangriffs. Die Hackergruppe Shinyhunters behauptet, eine grössere Datenmenge der US-amerikanischen Bundespolizeibehörde kopiert zu haben. Als Beleg für ihren Zugriff veröffentlichte sie Daten von FBI-Angestellten und geheimen Arbeitsgruppen.

(Source: David Trinks / Unsplash.com)
(Source: David Trinks / Unsplash.com)

Das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) ist möglicherweise Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die Hackergruppe Shinyhunters gibt an, zwischen 2 und 3 Terabyte an Daten bei der Bundespolizeibehörde abgegriffen zu haben, wie "Reuters" berichtet. Nun fordert sie zwar kein Lösegeld, verlangen aber vom FBI, eine im Frühling 2026 "für die Gruppe wenig schmeichelhafte" Bemerkung zurückzunehmen, wie es im Bericht heisst.

Es bleibt bei Mutmassungen

Gegenüber "Reuters" untermauert Shinyhunters den behaupteten Datenabfluss mit einer Excel-Tabelle. Laut dem Bericht enthält das Dokument Daten von Tausenden FBI-Angestellten, deren Adressen, Kontaktangaben, Geburtsdaten, Versicherungsnummern und Angaben zu jeweiligen Notfallkontakten.

Ebenfalls enthalten seien Angaben darüber, welchen regionalen FBI-Dienststellen die Mitarbeitenden zugeteilt sind. In einigen Fällen sei im Dokument auch vermerkt, ob jemand mit besonders heiklen Aufgaben betraut sei, etwa nachrichtendienstlicher Arbeit, Sicherheitsaufgaben oder Spionageabwehr. Die Tabelle führe auch Einheiten oder Teams auf, deren Existenz das FBI bislang nicht bestätigt habe. Dazu gehören Rollen im Zusammenhang mit Bedrohungen aus China, Russland und dem Iran. Für ausländische Geheimdienste wäre ein solcher Datenschatz "eine Goldmine", kommentiert der ehemalige FBI-Mitarbeiter im Bereich Spionageabwehr Eric O’Neill gegenüber "Reuters".

Die Echtheit des Dokuments lässt sich schwer überprüfen. "Reuters" gibt an, man habe die Daten von über 20 in der Tabelle genannten Personen verifizieren können, indem Informationen mit Bonitätsdaten und früheren Datenlecks abgeglichen worden seien.

Das FBI selbst bestätigt, Kenntnis von einem behaupteten Cyberangriff zu haben und den Vorfall "aktiv und aggressiv" zu untersuchen.

 

Lesen Sie auch: Im Sommer 2025 griff Shinyhunters Kontaktdaten von Unternehmenskunden des Tech-Giganten Google ab. An die Daten gelangten die Hacker über eine Salesforce-Instanz.

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