Sunrise baut sich in Opfikon ein eigenes Cybersicherheits-Zentrum
Sunrise hat ein Security Operations Center eröffnet. Zusammen mit Ispin will der Telko die eigenen sowie Kundensysteme besser schützen. Ausserdem gliedert Sunrise die wichtigsten Teile seines IT-Infrastrukturbetriebs wieder ein, die vorher bei Huawei lagen.
Sunrise hat ein eigenes Security Operations Center (SOC) eröffnet. Wie der Telko mitteilt, zentralisiert er damit sein Sicherheitsdispositiv, um Unternehmens- und Kundendaten effektiver und mit der notwendigen strategischen Priorität zu schützen. Angesichts wachsender Herausforderungen im Bereich Cybersicherheit sei dies notwendig.
Das Cybersicherheits-Zentrum sei am 1. Oktober eröffnet worden, schreibt Sunrise weiter. Als Standort habe das Unternehmen Opfikon gewählt. Als strategischer Partner sei der in Bassersdorf ansässige IT-Dienstleister Ispin mit an Bord. Zusammen könnten die Unternehmen auf Bedrohungen gegen ihre eigenen Netzwerke und Systeme sowie gegen Netzwerke und Systeme ihrer Kunden reagieren.
Sunrise gliedere ausserdem "die wichtigsten IT- und Netzbetriebs-Funktionen" ein. "Während früher die Aufgaben und Tätigkeiten von IT und Netzwerk praktisch überall getrennt organisiert waren, wuchsen diese aufgrund der Konvergenz und Digitalisierung in den letzten Jahren immer stärker zusammen", schreibt der Telko.
Mit der Eingliederung würden über 40 Vollzeitstellen bei Sunrise integriert. Diese Funktionen habe bisher der chinesische IT-Konzern Huawei wahrgenommen. Vor Kurzem hatte Sunrise in einem an Aktionäre gerichteten Papier vor seinem Partner Huawei gewarnt. Sunrise betonte in einem Schreiben, dass das Unternehmen stark von Huawei abhängig sei und die von den USA verhängten Sanktionen gegen den Partner das Geschäft des Schweizer Telkos negativ beeinflussen könnten. Lesen Sie hier mehr darüber.
Sunrise wolle die Kompetenzen des neuen SOC bei seinen Lösungen im Bereich Security mit einfliessen lassen, sagt das Unternehmen auf Anfrage. Zur Eingliederung der IT- und Netzbetriebs-Funktionen heisst es: "Während früher die Aufgaben und Tätigkeiten von IT und Netzwerk praktisch überall getrennt organisiert waren, wuchsen diese aufgrund der Konvergenz und Digitalisierung in den letzten Jahren immer stärker zusammen. Heute gehen sie praktisch nahtlos Hand-in-Hand. Deshalb haben wir bereits im 2018 begonnen, solche Aufgabenstellungen verstärkt wieder bei Sunrise anzugliedern." Sunrise arbeite beim Bau und Betrieb des Mobilfunknetzes nach wie vor eng mit Huawei zusammen.
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