Discords Erfolg lockt Cyberkriminelle an
Discord gewinnt an Beliebtheit - und das ruft Cyberkriminelle auf den Plan. Gemäss einer Sophos-Untersuchung hat das Volumen bösartiger Inhalte im Dienst zugenommen.
Cyberkriminelle entdecken zunehmend den beliebten Kommunikationsdienst Discord für sich. Wie Sophos mitteilt, ist das Volumen bösartiger Inhalte im Jahresvergleich um 140 Prozent gestiegen. Discord hat nach eigenen Angaben über 150 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Diese stammen mehrheitlich aus dem Privatbereich, aber auch Unternehmen nutzen den Dienst gemäss Mitteilung zunehmend.
"Discord bietet ein dauerhaftes, hochverfügbares und globales Verteilungsnetzwerk für Malware-Betreiber, sowie ein Messaging-System, das die Kriminellen ohne grossen Aufwand in Befehls- und Kontrollkanäle für ihre illegalen Aktivitäten umwandeln können", sagt Sean Gallagher, Senior Threat Researcher bei Sophos. "Die riesige Benutzerbasis von Discord bietet eine ideale Umgebung für den Diebstahl persönlicher und Anmeldeinformationen durch Social Engineering."
Passwortklau und Android-Malware
Unter den untersuchten bösartigen Inhalten sei auch eine Malware gewesen, die private Bilder von der Kamera eines infizierten Geräts stehlen kann. Die verschiedenen bösartigen Inhalte würden oft als spielbezogene Tools oder Cheats getarnt. Dabei stehen beliebte Onlinespiele wie Minecraft, Fortnite, Roblox oder Grand Theft Auto im Fokus.
Informationsdiebstahl ist die häufigste Bedrohung, wie es weiter heisst. Mehrere Malwaretypen dienten etwa dazu, Passwörter zu hacken oder zu exfiltrieren. Sophos entdeckte ausserdem Malware für Android.
Das Unternehmen empfiehlt Nutzerinnen und Nutzern, wie in einem E-Mail-Postfach wachsam gegenüber der Malware-Bedrohung zu bleiben. Ausserdem könne eine Sicherheitslösung Schutz vor Malware und weiteren Cyberbedrohungen bieten.
Von Nazi-Spionen bis zum Zodiac-Killer - KI mischt die Kryptoanalyse auf
Nach Angriff über PHP-Sicherheitslücke nehmen Betrüger Camper ins Visier
1Password ermöglicht Log-ins für KI-Agenten - ohne Zugriff auf Passwörter
So sehen CISOs die digitale Souveränität
Cyberkriminelle geben sich in Microsoft Teams als IT-Support aus
Wie Harry Potter in 30 Sekunden hätte enden können
Nur 4 von 10 Schweizer CIOs kennen ihre Software-Lieferkette wirklich
Exeon-Lösung erkennt auffälliges Verhalten von KI-Agenten
OpenAI trainiert Frontier Models künftig ohne Internetzugang