Elca lanciert eine Cloud mit Schweizer Datenstandort
Der Waadtländer IT-Dienstleister Elca lanciert ein IaaS- und PaaS-Angebot, das auf einer Infrastruktur basiert, die von der Schweiz aus betrieben wird.
Elca kündigt die Einführung seiner Cloud-Infrastruktur über seine Tochtergesellschaft Elca Cloud Services an. Die Waadtländer Gruppe präsentiert ihr Angebot als eine Schweizer Cloud, die die Boden-, Technologie- und Vertragshoheit gewährleistet. "Elca Cloud ergänzt internationale Cloud-Plattformen, um regulatorische Lücken zu füllen, die von unseren Kunden benötigt werden, oder um Anwendungen zu hosten, die nicht auf Microsoft Azure oder AWS laufen können", erklärt Maxime Claux, Cloud-Experte, auf der Website von Elca Cloud Services.
Die Cloud von Elca verfügt über Internet-as-a-Service-Funktionen durch Open-Stack- oder VMWare-Cluster. Platform-as-a-Service-Funktionen werden von OKD-Clustern (Community Distribution von Kubernetes, die Red Hat OpenShift unterstützt) bereitgestellt. Managed Services, die IaaS und PaaS von Elca mit Partnerplattformen (Azure, AWS, Google Cloud Platform, OVHcloud) kombinieren, werden im vollständig öffentlichen oder hybriden Modus angeboten. Die Cloud von Elca ist auf drei Verfügbarkeitszonen verteilt, die in der Schweiz gehostet werden. Das Lausanner Unternehmen betont, dass seine Infrastruktur den strengsten schweizerischen und europäischen Datenschutznormen (DSG, GDPR) entspricht. Durch die Sicherstellung der Datenhoheit in der Schweiz fallen die Daten zudem nicht unter den American Cloud Act.
Gemeinsam mit Infomaniak und Proton hat sich Elca in den letzten Monaten für die digitale Souveränität eingesetzt, nachdem der Bund einen Cloud-Vertrag mit fünf ausländischen Anbietern abgeschlossen hatte. Vor ein paar Wochen startete auch Infomaniak sein IaaS-Angebot.
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