Prorussische Hacker attackieren italienische Behörden
Mehrere italienische Institutionen und Behörden waren am vergangenen Freitag Opfer einer Cyberattacke. Die italienische Polizei macht eine prorussische Hackergruppe dafür verantwortlich.
Verschiedene italienische Behörden und Ministerien sind Ziel eines Cyperangriffs durch prorussische Hacker geworden. Dies bestätigte die italienische Polizei gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters". So war etwa die Website des Aussenministeriums am Freitagvormittag nicht mehr erreichbar. Ebenfalls betroffenen war die Website des Obersten Rates der Richter und Staatsanwälte.
Die Staatspolizei schreibt die Attacke der prorussischen Hackergruppe "Killnet" zu. Das italienische Cybersecurity-Unternehmen Yarix meldete kurz zuvor, im Telegram-Channel von Killnet einen Aufruf zum Angriff auf Italien gefunden zu haben.
Auch der ESC ein Ziel
Killnet steckt laut italienischen Angaben auch hinter einem Angriff auf den "Eurovision Song Contest", der vergangen Woche in Turin stattfand. Die italienische Polizei konnte diesen Angriff laut eigener Aussage abwehren. Die ukrainische Delegation gewann den Wettbewerb, was im Vorfeld bereits von vielen Seiten spekuliert wurde.
Lesen Sie auch: Die Ukraine und ihre "IT Army" erhalten am European Cybersecurity Forum einen Award.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal gibt es täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
DDoS-Attacken: Im Auge des Daten-Hurrikans
Warum Cybersicherheit in Spitälern auf der Strecke bleibt
So beginnt man, Cybervorfälle schon vor dem Ernstfall zu bewältigen
Wenn Satelliten schweigen: Die wachsende Cybergefahr im All
Von Creeper zu Morris zu Zeus – eine kleine Geschichte der Malware
Verschlüsselung: Die Kunst, so zu schreiben, dass fast niemand es versteht
So verschärft KI das Problem von Kinderfotos im Netz
Wie Cyberkriminelle sich mit erbeutetem Geld aus dem Staub machen
Cybersöldner: Wenn Kriminelle dem Staat unter die Arme greifen