Phisher locken Netflix-User in die Falle
Um an Konto- und Zahlungsdaten ihrer Opfer zu kommen, geben sich Cyberkriminelle als bekannte Firmen aus. Aktuell missbrauchen sie dafür den Streamingdienst Netflix, wie die Kantonspolizei Zürich warnt.
"Einige Informationen müssen aktualisiert werden" - Wer eine E-Mail vom Streaminganbieter Netflix mit diesem oder einem ähnlichen Betreff erhält, sollte vorsichtig sein. Denn mitunter steckt nicht Netflix, sondern ein Cyberkrimineller dahinter. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, verschicken Betrüger E-Mails im Namen von Netflix und gaukeln den potenziellen Opfern vor, dass die Zahlung für den nächsten Abrechnungszeitraum des Netflix-Abonnements nicht autorisiert werden konnte. Die E-Mails enthalten einen Link, der zu einer gefälschten Netflix-Seite führt, auf der die Opfer dann ihre Konto- und Kreditkartendaten eingeben müssen.
Dabei handelt es sich um Phishing, stellt die Kapo Zürich klar. Das Ziel der Betrüger sei es, mittels dieser Masche an Kunden- und Zahlungsdaten ihrer Opfer zu gelangen. Hat ein in die Falle getappter User einmal seine Kreditkartendaten eingegeben, versuchen die Kriminellen sofort, die entsprechende Karte zu belasten. Dabei versuchen sie auch, den per SMS übermittelten Sicherheitscode des Finanzinstitutes zu ergattern.
Die Ratschläge der Kapo Zürich lauten - wie üblich bei Warnungen vor Phishing:
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Ignorieren Sie das E-Mail
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Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS, etc. oder von anderen Websites, da diese optisch verändert sein können. Greifen Sie nur über die offiziellen Websites auf die entsprechende Login-Funktion zu
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Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
Wer den Fake-Netflix-Phishern bereits ins Netz gegangen ist, dem empfiehlt die Polizei, zunächst die angegebene Kreditkarte zu sperren und dann bei der örtlichen Polizeistelle eine Anzeige zu erstatten.
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