Software-Quellcode von Twitter landet im Netz
Eine bislang unbekannte Person hat Teile des Quellcodes von Twitter auf der Entwicklerplattform Github veröffentlicht. Cyberkriminelle könnten die Daten nach ausnutzbaren Schwachstellen durchforsten. Twitter soll einen ehemaligen Mitarbeitenden hinter dem Leak vermuten.
Auf Github sind Teile des Quellcodes der Twitter-Software veröffentlicht worden. Wie "CNBC" berichtet, stellte ein Nutzer mit dem Pseudonym "Freespeechenthusiast" proprietären Quellcode für die Twitter-Plattform sowie interne Tools auf das Austauschportal für Entwickler. Github habe die Daten inzwischen auf gerichtliche Anweisung hin entfernt.
Laut einem Bericht des "Business Standard" könnte der Quellcode während mehrerer Monate online verfügbar gewesen sein. Auf gerichtlichem Wege fordert Twitter nun Informationen von Github zur Identität der Person, die den Quellcode hochgeladen hat, aber auch Daten zu allen, die darauf zugegriffen haben. Das von Elon Musk geleitete Unternehmen soll einen früheren Angestellten verdächtigen, den Quellcode veröffentlicht zu haben, heisst es unter Berufung auf anonyme Quellen.
Das Datenleck könnte für Twitter gefährlich werden, da der Quellcode bislang unentdeckte Schwachstellen enthalten könnte. Für Cyberkriminelle mache es der Zugriff auf den Quellcode einfacher und schneller, nach solchen Sicherheitslücken zu suchen, zitiert die "New York Times" einen Cybersecurity-Spezialisten.
Nach langem Hin und Her hat Elon Musk Twitter im Oktober 2022 gekauft. Seither zeichnen die Schlagzeilen ein chaotisches Bild. So entliess Musk bis im Februar 2023 immer wieder Angestellte und versucht seither, das Unternehmen vor der Pleite zu bewahren, wie Sie hier lesen können.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Angreifer schleusen Schadcode via Outlook ein
Wurm mit Heisshunger auf Open-Source-Ökosysteme wird selbst Open Source
Exclusive Networks lanciert IT-Sicherheits-Angebot mit Netskope
Der Rat von Elrond diskutiert die Fussball-WM
Unbefugte greifen auf Daten in Servicenow-Instanzen zu
Update: Anthropic zieht öffentlicher Mythos-KI den Stecker
Cyberkriminelle nutzen kritische Ivanti-Lücke aus
Eine virtuelle Reise zum galaktischen Nachbarn
Update: Bundesrat will Gerichtsurteil zur Kabelaufklärung rasch umsetzen