Update: Behörden ermitteln im Fall des Cyberangriffs auf Adval Tech
Die Polizei und andere zuständige Behörden ermitteln gegen die Kriminellen im Fall des Cyberangriffs auf Adval Tech. Die Angreifer versuchen, den Industriekonzern mit der Androhung der Veröffentlichung von gestohlenen Daten zu erpressen.
Update vom 10.03.2025: Anfang März haben Cyberkriminelle die IT-Systeme des Industriekonzerns Adval Tech ins Visier genommen. Nun ermitteln die Polizei und weitere zuständige Behörden in der Angelegenheit, wie Adval Tech mitteilt. Das Unternehmen habe zudem weitere Sicherheitsmassnahmen eingeleitet.
Es sei derzeit davon auszugehen, dass die Angreifer Daten in einem noch unbekannten Ausmass gestohlen hätten. Die Kriminellen erpressen das Unternehmen mit der Androhung der Veröffentlichung dieser Daten im Darknet, wodurch den Kunden wie auch den Mitarbeitenden des Konzerns geschadet werden könnte.
Die Produktion habe Adval Tech jedoch nicht unterbrechen müssen. Zudem sind laut Mitteilung Backup-Daten des Unternehmens vollumfänglich vorhanden.
Originalmeldung vom 03.03.2025:
Adval Tech wird Opfer eines Cyberangriffs
1Seit ein paar Tagen kämpft Adval Tech mit einem Cyberangriff. Die Attacke erfolgte in der Nacht vom 1. auf den 2. März 2025, wie der Industriekonzern mit Hauptsitz im Kanton Bern mitteilt. Als Reaktion fuhr das Unternehmen die IT-Systeme herunter.
Aufgrund dieses IT-Ausfalls könne es an diversen Standorten zu Produktionsunterbrüchen kommen, erklärt Adval Tech weiter. In Zusammenarbeit mit externen Spezialisten und Behörden arbeite man unter Hochdruck an der Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs.
Die Adval-Tech-Gruppe beschreibt sich selbst als "global tätiger Industriepartner für technologisch anspruchsvolle Komponenten und Baugruppen aus Metall und aus Kunststoff". Der Konzern zählt über 1200 Mitarbeitende und unterhält Produktionsstandorte in der Schweiz, in Deutschland, Ungarn, China, Malaysia, Mexiko und Brasilien.
Im Januar 2025 wurde auch die Ausgleichskasse Verbandes Swissmem Opfer eines Cyberangriffs. Dabei verschlüsselten die Angreifer Kundendaten der Ausgleichskasse nicht nur, sondern griffen diese auch ab, wie Sie hier lesen können.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Wie Harry Potter in 30 Sekunden hätte enden können
So sehen CISOs die digitale Souveränität
Nur 4 von 10 Schweizer CIOs kennen ihre Software-Lieferkette wirklich
Tor für Cyberkriminelle: Hacker klauen Daten des Schweizer Eishockeyverbands
Cyberkriminelle geben sich in Microsoft Teams als IT-Support aus
Nach Angriff über PHP-Sicherheitslücke nehmen Betrüger Camper ins Visier
Exeon-Lösung erkennt auffälliges Verhalten von KI-Agenten
Von Nazi-Spionen bis zum Zodiac-Killer - KI mischt die Kryptoanalyse auf
OpenAI trainiert Frontier Models künftig ohne Internetzugang