Skidata-Verkauf spült Kudelski Millionen in die Kassen
Kudelski hat 2024 weniger umgesetzt als im Vorjahr. Wohl dank des Verkaufs von Skidata schrieb das Unternehmen aber wieder schwarze Zahlen. Für 2025 rechnet es mit weiteren Restrukturierungskosten.
Das Schweizer Verschlüsselungs-Unternehmen Kudelski hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 393 Millionen US-Dollar (etwa 354 Millionen Franken) erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz um fast 7 Prozent zurück.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Amortisationen und Wertminderungen lag 2024 ebenfalls tiefer als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis reduzierte sich von -3.4 Millionen auf -13,1 Millionen Dollar (etwa -11,8 Millionen Franken) , wie das Unternehmen mitteilt.
Unterm Strich machte Kudelski 2024 trotzdem einen Gewinn von 10,6 Millionen Dollar (etwa 9,6 Millionen Franken). Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Reinverlust von 24,5 Millionen Dollar zu beklagen.
Erlös aus Skidata-Verkauf
Mit dem Verkauf von Skidata vollzog das Unternehmen nach eigenen Angaben 2024 eine bedeutende Umstrukturierung, im Rahmen der sie auch ihren operativen Bereich neu definierte. Die Transaktion habe einen Nettoerlös von über 300 Millionen Euro erbracht (etwa 282 Millionen Franken) - nach Begleichung der Schulden von Skidata in Höhe von 30 Millionen Euro (etwa 28,2 Millionen Franken) und der Deckung der Transaktionskosten.
Kudelski nutzte einen Teil dieser Einnahmen, um eine Anleihe in Höhe von 145,9 Millionen Franken und alle verbleibenden Bankdarlehen vollständig zurückzuzahlen. Skidata verfüge daher nun über einen Barmittelbestand von 126,3 Millionen Dollar (etwa 113,8 Millionen Franken).
Das Unternehmen hat auch seine Geschäftseinheiten reorganisiert. Aus der Einheit "Digital Television" wird "Core Digital Security" durch eine Zusammenlegung mit den Security-Aktivitäten von Kudelski IoT-Division. Ferner will Kudelski im OT-Security-Geschäft künftig stärker aktiv werden.
Ein Anfang 2025 angekündigtes Restrukturierungsprogramm soll zu 160 Entlassungen führen. 45 davon in der Schweiz, wie Sie hier nachlesen können. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Gruppe - nach den Restrukturierungskosten - mit 2024 vergleichbare Restrukturierungskosten.
Übrigens: Kudelski Security hat seit vergangenen Sommer einen neuen CEO: David Chétrit. Lesen Sie hier mehr dazu.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
So verschärft KI das Problem von Kinderfotos im Netz
DDoS-Attacken: Im Auge des Daten-Hurrikans
So beginnt man, Cybervorfälle schon vor dem Ernstfall zu bewältigen
Von Creeper zu Morris zu Zeus – eine kleine Geschichte der Malware
Verschlüsselung: Die Kunst, so zu schreiben, dass fast niemand es versteht
Wenn Satelliten schweigen: Die wachsende Cybergefahr im All
Wie man Fake-Onlineshops erkennt
Warum Cybersicherheit in Spitälern auf der Strecke bleibt
Cybersöldner: Wenn Kriminelle dem Staat unter die Arme greifen