Check Point kauft Zürcher KI-Start-up Lakera
Check Point übernimmt das auf KI-Sicherheit spezialisierte Zürcher Start-up Lakera. Die Firma entwickelt Sicherheitslösungen für generative KI, darunter Echtzeit-Schutz vor Prompt-Injection, Datenlecks und Modellmanipulation. Der Deal soll noch dieses Jahr zum Abschluss kommen.
Check Point hat die Übernahme von Lakera bekannt gegeben. Als KI-native Sicherheitsplattform für agentische KI-Anwendungen soll die Zürcher Firma dem israelischen Anbieter von IT-Sicherheitslösungen ermöglichen, ein vollständiges End-to-End-KI-Sicherheitsspektrum anzubieten, wie Check Point mitteilt. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2025 zum Abschluss kommen. Zum Kaufpreis machen die Unternehmen keine Angaben.
Unternehmen würden in rasantem Tempo Large Language Models, generative KI und autonome Agenten in ihre Kernarbeitsabläufe integrieren. "KI verändert jeden Geschäftsprozess, schafft aber auch neue Angriffsflächen", lässt sich Check-Point-CEO Nadav Zafrir zitieren. Dies mache die KI-native Echtzeit-Sicherheit zu einer geschäftlichen Notwendigkeit.
Lakera sei von KI-Experten von Google und Meta gegründet und speziell für KI-native Umgebungen entwickelt worden, schreibt Check Point in der Mitteilung weiter. Das Start-up betreibe grosse KI-Forschungs- und Entwicklungszentren in Zürich und San Francisco. Die Plattform des Unternehmen schütze grosse Sprachmodelle (LLMs), generative KI und Agenten über Prompts, RAG sowie MCP hinweg und biete Echtzeit-Schutz vor Prompt-Injection, Datenlecks und Modellmanipulation. Die Erkennungsrate liege bei über 98 Prozent mit einer Latenz von unter 50 Millisekunden und einer Falsch-Positiv-Rate von unter 0,5 Prozent. Durch mehr als 100 Sprachen sei eine globale Abdeckung möglich.
Nach Abschluss der Übernahme werde Lakera die Grundlage für das Global Center of Excellence for AI Security von Check Point bilden, heisst es weiter. In diesem Kompetenzzentrum will der Anbieter seine Ressourcen für Forschung und Entwicklung im Bereich KI-Sicherheit bündeln.
Check Point ist im Frühjahr 2025 übrigens eine Partnerschaft mit dem Kryptowährungs-Projekt Cardano eingegangen, um eine Sicherheitslösung für Blockchain zu entwickeln. Lesen Sie hier mehr dazu.
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