Cyberkriminelle machen Opfer ungefragt zu Geldwäschern
Die Zürcher Kantonspolizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche, bei der Cyberkriminelle potenzielle Opfer mit einem gutbezahlten Nebenverdienst ködern. Wer darauf hereinfällt, macht sich allerdings unbewusst der Geldwäsche mitschuldig.
Cyberkriminelle nutzen scheinbar harmlose Jobangebote, um ihre Opfer in die Falle zu locken. Dabei werden Betroffene ungewollt als sogenannte "Money Mules" für Geldwäscherei missbraucht, wie die Kantonspolizei Zürich auf dem Portal "Cybercrimepolice.ch" warnt.
Der Betrug beginnt der Polizei zufolge auf Jobportalen, Social Media oder falschen Unternehmensseiten. Dort würden die Kriminellen gutbezahlte, einfache Jobs anbieten, etwa als Remote-Mitarbeitende oder Produkttester. Die Bewerbung erfolge per Chats oder Onlineformular und erfordere persönliche Angaben, Ausweiskopien und Bankdaten. In einem nächsten Schritt erhalten potenzielle Opfer einen professionell wirkenden Arbeitsvertrag. Um Zahlungen zu überweisen und die Aufträge abzuwickeln, müsse auch ein neues Konto oder Krypto-Wallet eröffnet werden. Laut Polizei unterhalten die Betrüger zudem häufig ein gefälschtes Onlineportal. Dieses zeige Aufgaben, vermeintliche Einnahmen und zahlungspflichtige Premium-Aufträge an.
Der versprochene Lohn werde allerdings nie ausgezahlt und die Betroffenen machen sich durch ihre Teilnahme sogar strafbar. Dies, weil auch das unbeabsichtigte Weiterleiten von kriminellen Zahlungen illegal ist, wie die Polizei erklärt.
Tipps der Kantonspolizei
"Cybercrimepolice.ch" empfiehlt, solche Stellenangebote zu meiden. Man solle zudem niemals sensible Daten an Dritte weitergeben und bei zu guten Angeboten misstrauisch bleiben. Weiter rät sie, seriöse Jobportale zu nutzen und sich von vermeintlichen Arbeitgebern nicht unter Druck setzen zu lassen.
Wer bereits Opfer so eines Betrugs geworden sei, solle sofort die betroffenen Konten sperren lassen, seine Zugangsdaten ändern und sich bei der örtlichen Polizei melden. Es sei ausserdem ratsam, relevante Unterlagen wie E-Mails oder Verträge zu sammeln, um die Ermittlungen zu unterstützen.
Das Bundesamt für Cybersicherheit warnte im Dezember auch vor Phishing-Kampagnen, in denen sich Kriminelle als Serafe ausgeben. Lesen Sie hier mehr dazu.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Hotel in Lenzerheide warnt Gäste vor Phishing
Gambling Goblin kapert Regierungs-Websites für globalen SEO-Fraud
Make Boll, not War - Flower Power am Channel Happening 2026
Boll Engineering kündigt am Channel Happening neuen Head of Sales an
Deshalb würden magische Waffen aus Games im echten Leben nicht funktionieren
Google schliesst kritische Zero-Day-Lücke in Chrome
Wenn jemand im Herzogtum seine Hunde nicht unter Kontrolle hat
Jetzt können KMUs ihre OpenAI-Daten in Europa speichern
HPE schliesst kritische Sicherheitslücke in ArubaOS-CX