Ricardo meldet Datenabfluss bei 890'000 Userkonten
Bei Ricardo waren persönliche Daten von rund 890'000 Nutzerkonten unbefugt zugänglich. Betroffen seien Namen, Adressen und Telefonnummern. Die Sicherheitslücke sei inzwischen geschlossen.
Unbefugte haben auf persönliche Daten zugegriffen, die mit Bestellungen auf der Plattform Ricardo verknüpft sind. Wie der zur SMG Swiss Marketplace Group gehörende Online-Marktplatz mitteilt, betrifft der Vorfall rund 890'000 Nutzerkonten.
Ricardo habe am 7. Oktober 2026 verdächtige Aktivitäten auf seinen Servern festgestellt und daraufhin umgehend technische Massnahmen zur Absicherung seiner Systeme eingeleitet. Die Sicherheitslücke, die den Zugriff ermöglicht habe, sei vollständig geschlossen worden.
Nach Angaben des Unternehmens beschränken sich die betroffenen Daten auf Namen, Postadressen und Telefonnummern. Bei geschäftlichen Nutzerkonten seien zudem Firmennamen betroffen. E-Mail-Adressen und Passwörter seien hingegen nicht offengelegt worden.
Ricardo informiert die betroffenen Nutzerinnen und Nutzer laut Mitteilung direkt über den Vorfall, dessen mögliche Folgen und empfohlene Vorsichtsmassnahmen. Welche Personen auf die Daten zugegriffen haben und ob sie diese weiterverwendeten, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Das Unternehmen habe den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten gemäss den gesetzlichen Vorgaben benachrichtigt. Zudem wolle Ricardo Strafanzeige bei der Polizei einreichen und den Vorfall der nationalen Cybersecurity-Stelle melden.
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