Schweizer Politikerinnen und Politiker geraten ins Visier chinesischer Hacker
Eine Gruppe Cyberkrimineller hat während Jahren in grossem Stil Personen angegriffen, die sich kritisch zu China äusserten. 2021 gerieten auch Politikerinnen und Politiker aus der Schweiz in den Fokus der Hackergruppe, die eng mit chinesischen Behörden zusammenarbeiten soll.
Im Jahr 2021 sind mehrere Schweizer Parlamentarier von einer Hackergruppe aus China angegriffen worden. Bei den Hackern handelt es sich um die Gruppierung namens "Advanced Persistent Threat 31" (APT31), wie "Watson" unter Berufung auf einen "Reuters"-Bericht schreibt. Demnach erhoben Behörden in den USA Anklage gegen sieben ihrer Mitglieder. Während mehr als einem Jahrzehnt habe die Gruppe Cyberangriffe gegen Millionen von Menschen auf der ganzen Welt geführt. Das Ganze war eine gross angelegte, jahrelange Operation Chinas gegen kritische Stimmen und Dissidenten auf der ganzen Welt, wie "Watson" zusammenfasst.
Der Gruppe APT31 werden enge Verbindungen zum chinesischen Staatssicherheitsministerium nachgesagt. 2021 habe die Gruppe insgesamt 122 Politikerinnen und Politiker in Europa angegriffen, die alle der China-kritischen "Inter-Parliamentary Alliance on China" (Ipac) angehören.
Zu den Schweizer Ipac-Mitgliedern gehört SP-Nationalrat Fabian Molina. Gegenüber "Watson" erklärt der Politiker, die Hacker hätten versucht, mithilfe von Phishing-Mails und -Link Zugriff auf die offiziellen Mail-Konten der Parlamentsmitglieder zu erhalten. Erfolgreich seien sie dabei nicht gewesen, fügt Molina hinzu. Man sei bereits 2021 von den Parlamentsdiensten über den Angriff informiert worden. Dass dieser Angriff Teil einer systematischen Hackeroperation Chinas war, wissen wir jedoch erst seit Kurzem", sagt der Zürcher Nationalrat.
Unklar sind derweil die Hintergründe der DDoS-Attacken, die schon seit Monaten die Berner Webauftritte zeitweise lahmlegen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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