Cyberangriff kompromittiert E-Mail-System der Gemeinde Martigny-Combe
Im Gemeindesekretariat von Martigny-Combe im Wallis ist es zu einem unbefugten Zugriff auf das E-Mail-System gekommen. Möglicherweise sind dabei Personendaten offengelegt worden.
Die Gemeinde Martigny-Combe im Wallis hat am 18. August einen unbefugten Zugriff auf das geschäftliche E-Mail-System ihres Gemeindesekretariats festgestellt. Wie die Gemeinde mitteilt, konnte durch den Angriff eine betrügerische Nachricht versendet werden. Diese sei unter anderem an Kontakte der Verwaltung verschickt worden.
Der Vorfall könnte laut Mitteilung der Gemeinde dazu geführt haben, dass in dieser E-Mail enthaltene Personendaten an einen unbefugten Dritten weitergegeben worden sind. Die Verwaltung weist insbesondere auf die Risiken von Phishing und Identitätsdiebstahl hin. Dies gelte vor allem für Personen, welche die betrügerische Nachricht erhalten haben.
Der betroffene Zugang ist sofort nach der Feststellung des Vorfalls gesperrt worden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Zudem seien technische Sicherheitsmassnahmen ergriffen worden. Die Verwaltung führt nun mit Unterstützung externer Spezialisten eine Analyse durch, um das Ausmass des Sicherheitsvorfalls genau zu ermitteln und die Sicherheit ihrer Systeme zu verstärken.
Martigny-Combe hat den Vorfall zudem dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) sowie dem kantonalen Beauftragten für Datenschutz und Transparenz gemeldet. Die Gemeinde teilt ausserdem mit, dass derzeit eine Strafanzeige bei der Walliser Kantonspolizei eingereicht wird.
Im April war bei einem Cyberangriff bereits die Walliser Gemeinde Vétroz lahmgelegt worden.
Der BACS-Halbjahresbericht 2025 erläutert, auf welche Weise Cyberkriminelle bei Angriffen in Schweizer Gemeinden vorgehen. Hier lesen Sie mehr dazu.
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