Onkologiekonzern Novocure erleidet einen Cyberangriff
Novocure ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Laut dem Onkologiekonzern mit globalem Hauptsitz in der Schweiz konnten die kriminellen Akteure unter anderem Daten von Angestellten und Patienten abgreifen.
Cyberkriminellen ist es gelungen, Daten des Onkologiekonzerns Novocure abzugreifen. Das global tätige Unternehmen mit Hauptsitz in Baar (ZG) reichte eine entsprechende Meldung bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht ein, aus der "Bleeping Computer" zitiert. Demnach bemerkte Novocure den Angriff Mitte August 2026. Laut der anschliessenden Untersuchung erhielten die Angreifer Zugriff auf interne ID-Nummern aus mehr als 1400 US-Patientenakten. Namen oder andere identifizierende Informationen dieser Personen seien nicht betroffen gewesen. Die Ausnahme davon sind "weniger als 50 Patienten", zu denen die Cyberkriminellen auch identifizierbare Daten und Kontaktinformationen für Gesundheitsdienstleister abgriffen. Zudem flossen auch Kontaktdaten von Novocure-Angestellten ab, wobei das Unternehmen nicht sagt, wie viele Personen konkret betroffen sind.
In der Stellungnahme versichert Novocure, den Datenschutz ernst zu nehmen und im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen Behörden und betroffene Personen zu informieren. Das Unternehmen hält zudem fest, dass die Cyberkriminellen nicht auf medizinische Geräte zugreifen konnten und dass der Betrieb jederzeit gewährleistet war. Novocure entwickelt Geräte für nicht invasive elektrische Feldtherapien zur Behandlung von Krebs.
Lesen Sie auch: Das Réseau Radiologique Romand (Groupe 3R) bestätigte nach einem Cyberangriff Ende April 2026 den Diebstahl von Unternehmensdaten. Das Westschweizer Radiologienetzwerk schreibt die Attacke der Ransomware-Gruppe Akira zu.
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