Finanzbranche und Polizei sensibilisieren gemeinsam gegen Finanzbetrug
Im Kampf gegen Finanzbetrug ist oft der Mensch das schwächste Glied in der Abwehrkette. Zum Schutz der Bevölkerung gegen Phishing, Scams und andere Formen von Finanzbetrug lancieren die Finanzbranche und die Polizei unter dem Dach eines neuen Vereins nationale Informationskampagnen. Zudem führt der Verein langjährige bestehende Initiativen weiter.
Swissdebitpay, die Swiss Payment Association, die Schweizerische Bankiervereinigung und die Polizei wollen ihre Präventionsarbeit gegen Finanzbetrug bündeln. Um die Schweizerische Bevölkerung für verschiedene Betrugsmaschen zu sensibilisieren, wollen sie unter dem Dach des Vereins "Pay Attent!on" nationale Informationskampagnen lancieren, teilt der Verein mit, der Anfang September 2026 seine tätigkeit aufnahm.
Hintergrund seien die immer professioneller organisierten Betrüger, die menschliche Schwächen für Betrugsmaschen gezielt ausnutzen. IN der Mitteilung nennt die Organisation Phishing, Scams, Identitätsmissbrauch und Social Engineering als Beispiele für Betrugsformen, die den Menschen als Schwachstelle instrumentalisieren. Die Sensibilisierung der Bevölkerung sei deshalb zentral für eine effektive Betrugspräventation.
"Pay Attent!on" fügt hinzu, dass bargeldlose Zahlungsmittel heute auf einem sehr hohen technischen Sicherheitsniveau seien. Doch nicht nur die Anbieter von E-Banking, Twint, Debit- und Kreditkarten entwickeln sich weiter, auch Betrüger optimieren stetig ihre Angriffsmethoden.
Polizei und Akteure des Schweizer Zahlungsverkehrs ziehen am selben Strang
Ab 2027 will der Verein erste nationale Sensibilisierungskampagnen starten. Er baut aber auch auf bestehende Initiativen auf. Dazu gehören die Aktivitäten des Vereins Card Security, an dem sich Swissdebitpay, die Swiss Payment Association und die Schweizerische Bankiervereinigung beteiligten, sowie die Plattform "eBanking - aber sicher!" (EBAS). Auch die Polizei habe bereits verschiedene Kampagnen in dem Bereich lanciert. "Pay Attent!on" möchte die verschiedenen Kampagnen zusammenführen. Die Mitglieder erhoffen sich dadurch mehr Präsenz, einheitlichere Kommunikation und mehr Wirkung durch gebündelte Mittel.
"Die zunehmende Professionalisierung von Betrugsmaschen erfordert eine koordinierte Antwort auf nationaler Ebene. Mit "Pay Attent!on" bündeln wir bestehende Initiativen und stärken die Prävention dort, wo sie den grössten Unterschied macht: bei der Sensibilisierung der Bevölkerung", sagt August Benz, stellvertretender CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung.
Bis zur ersten gemeinsamen Kampagne werden die derzeitigen Kampagnen von Card Security und EBAS fortgesetzt, wie der Verein mitteilt. Ziel sei ein nahtloser Übergang zum gemeinsamen Auftritt.
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