Kanton Zürich gibt Datenschutz-Tipps fürs Drucken
Der Kanton Zürich hat ein Merkblatt zum Thema Datenschutz bei Druckern und Kopierern veröffentlicht. Darin warnen die Autoren vor gängigen Risiken und bieten zahlreiche Tipps für Massnahmen zum sicheren Drucken.
Auch beim Drucken und Kopieren bestehen Datenschutzrisiken. Der Kanton Zürich hat dazu ein Merkblatt veröffentlicht. Egal, ob es sich um Zeugnisse, Identifikationspapiere oder Verträge handelt – überall befinden sich persönliche Daten, die tagtäglich von Druckern ausgespuckt werden und durch Kopierer wandern.
Beim Drucken und Kopieren können Daten abgefangen werden, zumal sie in vielen Geräten zwischengespeichert und somit auf andere Medien übertragen werden können. Gemäss Schweizer Datenschutzgesetzen müssen öffentliche Organe für angemessene Massnahmen sorgen, um diese Informationen zu schützen.
Hier einige Beispiele von Datenschutzrisiken bei der Verwendung von Druckern:
Das Gerät ist in öffentlich zugänglichen Räumen platziert
Gerät oder Gerätespeicher sind nicht vor logischem und physischem Zugriff gesichert
Versehentliches Drucken bei Arbeiten ausser Haus
Ausbau oder Löschung des Gerätespeichers ist nicht geregelt
Austauschprozess des Geräts ist nicht geregelt
Zugriffsmöglichkeiten für Fernwartung sind nicht ausreichend definiert
Versand von Output zu externen Maschinen ist möglich
Unverschlüsselter Datenverkehr von Benutzern zum Gerät
Daten werden unnötig lange gespeichert
Fehlendes Datenmanagement
Ausdruck erfolgt ohne Authentifizierung
Gerät hat direkte Verbindung zum Internet und ist nicht vom internen Netzwerk abgetrennt
Gerät ist über öffentliches WLAN zugänglich
Wartungs- oder Lieferantenverträge sind unzureichend
Um den Risiken vorzubeugen besteht eine Vielzahl an organisatorischen Massnahmen, die vorgenommen werden sollten: bei der Beschaffung und Platzierung von Geräten, der Schulung von Mitarbeitenden, bei Zugangsberechtigungen oder selbst bei der Wartung solcher Geräte. Auch technische Massnahmen wie Verschlüsselungen, E-Mail-Funktionssperren oder Zugangskontrollen werden empfohlen.
Das vollständige Merkblatt mitsamt Checklisten finden Sie hier.
Whatsapp testet Betrugswarnung direkt auf dem Smartphone
Cyberangriffe in der Schweiz steigen im Juli um 35 Prozent
Bundesrat bestimmt Delegierte für Geneva AI Summit 2027
Cyberkriminelle phishen mit vermeintlichen Planzer-Lieferungen
Vorsicht vor gefälschten Captchas
Forschende entschlüsseln interne Reasoning-Daten von KI-Modellen
Lazarus nutzt Windows-Zero-Day für Angriffe auf Rüstungsfirmen
Update: Bundesgericht schränkt automatische Fahrzeugfahndung im Kanton Bern ein
Klagen eines Kindertheaterkritikers