Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung im Visier von Cyberkriminellen
Statistisch gesehen hat es monatlich jede vierte Person in der Schweiz mit einem versuchten Cyberangriff zu tun. Im internationalen Vergleich ist das noch wenig: Weltweit liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Privatpersonen einer digitalen Bedrohung aussetzen, bei fast 30 Prozent.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schweizerin oder ein Schweizer mit einem versuchten Cyberangriff konfrontiert wird, liegt bei rund 24 Prozent. Dies geht aus dem globalen Risk Report des tschechischen IT-Sicherheitsdienstleisters Avast hervor. Das Unternehmen zieht daraus den Schluss: Jeden Monat finden Cyberanfriffsversuche auf etwa einen Viertel der Schweizer Bevölkerung statt.
Im internationalen Vergleich sei das allerdings weit unter dem Durchschnitt. Weltweit betrachtet liege die Wahrscheinlichkeit, dass Privatpersonen einer digitalen Bedrohung ausgesetzt werden, bei etwas über 29 Prozent.
Die Schweiz schaffte es denn auch ins Avast-Ranking der zehn Länder mit dem geringsten Risiko einer Bedrohung:
Puerto Rico (21,64 Prozent)
Südkorea (22,81Prozent)
Vereinigtes Königreich (23,55 Prozent)
Martinique (23,80 Prozent)
Guadeloupe (23,83 Prozent)
Irland (24,11 Prozent)
Finnland (24,21 Prozent)
Schweiz (24,23 Prozent)
Niederlande (24,27 Prozent)
Dänemark (24,39 Prozent)
Zu den Ländern mit dem höchsten Risiko einer Cyberbedrohung gehören laut Avast vor allem Regionen mit einer konfliktreichen sozio-politischen Situation. In Ländern wie zum Beispiel Kosovo (53,71 Prozent), China (48,11 Prozent) und Afghanistan (46,43 Prozent) sei die erhöhte Risikoquote dadurch zu erklären, dass die dortigen Nutzerinnen und Nutzer nur begrenzten Zugang zu bestimmten Inhalten haben und diesen über Kanäle mit geringem Sicherheitsniveau erhalten.

Globales Risiko für Cyber-Angriffe. (Source: Avast)
Der Report weist zudem die zehn häufigsten Arten von Malware aus, mit denen Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit im Jahr 2021 konfrontiert wurden. Dazu gehörten Trojaner (30,73 Prozent), Dateiinfektoren (24,21 Prozent) und Adware (12 Prozent). Auch in der Schweiz, gehören Trojaner zur häufigsten Malware-Bedrohung, wie eine frühere Studie ergab.
Auch aus der IDC-Studie "Cybersecurity in der Schweiz 2021/22" geht hervor, dass viele Unternehmen für künftige Cybersecurity-Anforderungen nicht ausreichend gerüstet sind. Lesen Sie hier mehr darüber.
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