Irische Datenschutzbehörde verdonnert Tiktok zu Millionenbusse
Die Datenschutzbehörde Irlands hat eine Strafe in der Höhe von 345 Millionen Euro für Tiktok verhängt. Das soziale Netzwerk soll die Privatsphäre minderjähriger User zu wenig geschützt haben. Tiktok-Betreiber Bytedance findet die Busse zu hoch und verweist auf neu eingeführte Schutzmassnahmen.
Die irische Datenschutzbehörde bittet Tiktok zur Kasse. Sie erteilt dem sozialen Netzwerk eine Busse in der Höhe von 345 Millionen Euro, wie "Reuters" berichtet. Der für seine Kurzvideos bekannte Dienst habe zwischen Juli und Dezember 2020 gegen mehrere Datenschutzgesetze der Europäischen Union (EU) verstossen.
Wie die Dubliner Behörde präzisiert, geht es dabei insbesondere um den Schutz der Privatsphäre der User im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Per Voreinstellung habe Tiktok deren Beiträge für alle sichtbar veröffentlicht, schreibt "Heise". Zudem seien die minderjährigen User "ermutigt worden, ihren Beitrag 'jetzt' und öffentlich zu posten". Schliesslich bemängelt die Behörde unklare Optionen im Bereich des Datenschutzes.
Das Unternehmen Bytedance, welches Tiktok betreibt, schreibt in einer Stellungnahme, es sei "mit mehreren Aspekten der Entscheidung nicht einverstanden, insbesondere mit der Höhe der verhängten Geldstrafe". Die meisten von der Datenschutzbehörde gerügten Punkte seien nicht mehr relevant, da man bereits 2021 den Datenschutz mit verschiedenen Massnahmen verbessert habe. So seien alle bestehenden und neuen Konten für 13- bis 15-Jährige standardmässig auf Privat gestellt. Und auch für 16- bis 17-jährige sollen neu erstellte Konten künftig per Default privat sein.
Tiktok ist einer der Dienste, der unter den unlängst in Kraft getretenen Digital Markets Act der EU fällt. Die dahinter stehenden Konzerne haben noch ein halbes Jahr, um zu beweisen, dass sie die Vorgaben des neuen Gesetzes erfüllen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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