KI klettert auf Platz 2 der grössten Geschäftsrisiken
Cyberrisiken bleiben laut dem Allianz Risikobarometer 2026 das fünfte Jahr in Folge die grösste Bedrohung für Unternehmen. Die künstliche Intelligenz verzeichnet jedoch den stärksten Anstieg und belegt nun Platz 2 der Top-Risiken.
Cyberangriffe führen laut dem Allianz Risikobarometer 2026 zum fünften Mal in Folge das Ranking der weltweit grössten Geschäftsrisiken an. Bei 42 Prozent der insgesamt 3338 befragten Risikomanagement-Experten aus 97 Ländern und Gebieten sowie 23 Branchen stehen sie auf der Sorgenliste an erster Stelle.
Michael Bruch, Global Head of Risk Consulting Advisory Services bei Allianz Commercial, sagt zwar: "Die Investitionen grosser Unternehmen in Cybersicherheit und Resilienz zahlen sich aus und ermöglichen es ihnen, Angriffe frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren”, doch entwickeln sich Cyberrisiken stetig weiter. Laut Bruch vergrössert zudem künstliche Intelligenz die Angriffsfläche und verstärkt bestehende Schwachstellen.
Der rasante Anstieg von KI macht die Technologie nämlich auch zum zweitgrössten Risiko, was auf ihre zunehmende Integration in Kernprozesse zurückzuführen sei. Im Risikobarometer 2026 gilt KI zudem als der grösste Aufsteiger, da sie mit 32 Prozent von Platz 10 auf den zweiten Rang vorrückt.
"Unternehmen sehen KI zunehmend nicht nur als starke strategische Chance, sondern auch als komplexe Quelle operativer, rechtlicher und Reputationsrisiken", sagt Ludovic Subran, Chefökonom von Allianz. Er verweist zudem auf Risiken bei der Systemzuverlässigkeit, bei Haftungsfragen und bei der automatisierten Entscheidungsfindung.
Geopolitik fördert Druck auf Lieferketten
Laut Mitteilung setzen geopolitische Risiken Lieferketten zunehmend unter Druck. Betriebsunterbrechungen würden von 29 Prozent der Befragten als grösstes Risiko eingestuft, womit sie auf dem dritten Platz landen. Doch trotz der steigenden Risiken für Lieferketten, etwa durch Handelsbeschränkungen, bezeichnen nur 3 Prozent der Befragten ihre Lieferketten als "sehr widerstandsfähig".
Politische Risiken und Gewalt klettern zudem um zwei Plätze hoch auf Rang 7 - die höchste Platzierung seit Beginn der Erhebung, wie Allianz Commercial schreibt. Damit verbunden belege das Risiko von Gesetzes- und Regulierungsänderungen, einschliesslich Handelszöllen, weltweit den vierten Platz.
Thomas Lillelund, CEO von Allianz Commercial, fasst zusammen, dass sich Unternehmen im Jahr 2026 "vernetzten und hochkomplexen Risiken" gegenübersehen. "Angesichts des anhaltenden Vormarsches von KI in Gesellschaft und Wirtschaft ist es nicht verwunderlich, dass sie im Allianz Risk Barometer die grösste Veränderung darstellt", so Lillelund. Ihr transformatives Potenzial präge die Risikolandschaft grundlegend.
Auch der Bundesrat kommt zum Schluss, dass KI bestehende Entwicklungen in der Cybersicherheit beschleunigt. In einem Bericht kündigt er zugleich mehr Transparenz bei KI-Projekten innerhalb der Nationalen Cyberstrategie an. Lesen Sie hier mehr dazu.
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