Petition fordert stärkere Plattformregulierung gegen betrügerische Werbung
Cyberkriminelle locken auf Onlineplattformen vermehrt mit betrügerischer Werbung. Nach der Vernehmlassung des Bundesrats zur Plattformregulierung fordern der Konsumentenschutz und die Digitale Gesellschaft striktere Regeln und mehr Schutz.
Da sich betrügerische Anzeigen auf Onlineplattformen häufen, fordern der Konsumentenschutz (SKS) und die Digitale Gesellschaft (Digiges) stärkere Regulierungen, besseren Schutz und die Möglichkeit, solche Anzeigen einfacher zu melden. Zu diesem Zweck starteten die beiden Organisationen die Petition "Stopp dem Milliardengeschäft mit betrügerischer Werbung!". Diese reichten sie nun mit 13'961 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eing, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der Konsumentenschutz und die Digitale Gesellschaft reichen die Petition bei der Bundeskanzlei ein. (Source: zVg)
Laut Rahel Estermann, Co-Geschäftsleiterin der Digitalen Gesellschaft, liefern Plattformen wie Instagram oder Facebook ihre User für Geld an Betrüger aus. Im vergangenen Jahr habe der Konsumentenschutz rund 2100 Meldungen zu Dropshipping und Onlineshopping erhalten, sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes. "Das ist alarmierend und zeigt, wie stark die Bevölkerung betroffen ist."
Der Bundesrat hat dazu im Februar 2026 bereits eine Vernehmlassung zum Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) abgeschlossen. Dennoch lässt der Bundesrat laut SKS und der Digiges "Nutzerinnen und Nutzer im Stich". Die Kritik der Organisationen: Die vorgeschlagene Regulierung "sieht nicht einmal eine verpflichtende und leicht zugängliche Meldemöglichkeit für betrügerische Anzeigen vor". Zudem würden die Plattformen selbst davon in Milliardenhöhe profitieren und sich so aus der Verantwortung ziehen. Laut Mitteilung verdiente Meta 2024 rund 16 Milliarden US-Dollar damit.
Das könnte Sie auch interessieren: Der im Januar vom Bundesrat eingeschickte Revisionsvorschlag für das Nachrichtendienstgesetz stösst bei der Digiges auf Kritik. Lesen Sie hier mehr dazu.
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