Infoguard Security Lounge

Wie KI die Spielregeln der Cybersicherheit verändert

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von Dylan Windhaber und NetzKI Bot und jor

Die 16. Infoguard Security Lounge hat rund 800 Kunden, Partner und Fachpersonen aus der Cybersecurity-Branche zusammengebracht, 300 davon vor Ort im Theater Casino Zug. Im Zentrum standen künstliche Intelligenz, reale Angriffsmuster und die Frage, wie Unternehmen ihre Cyberresilienz angesichts einer dynamischen Bedrohungslage gezielt stärken können.

Am 24. Juni ist die 16. Ausgabe der Infoguard Security Lounge im Theater Casino Zug sowie per Livestream über die Bühne gegangen. Erstmals nahmen mehr als 800 Personen teil, rund 300 davon vor Ort, wie Infoguard-CEO Thomas Meier auf Anfrage sagt. Der Anlass stand unter dem Motto, aktuelle Cyberrisiken fundiert einzuordnen und praxisnah erlebbar zu machen.

Meier eröffnete die Veranstaltung. Danach beleuchtete Hannes Lubich, Verwaltungsrat von Infoguard, in seiner Keynote das Spannungsfeld zwischen Insider Threats, geeigneten Schutzmassnahmen und deren Grenzen. Weitere Fachvorträge von Infoguard-Experten drehten sich gemäss Meier zudem um aktuelle Angriffsmuster, Threat Intelligence, Managed Detection & Response in einer KI-geprägten Bedrohungslandschaft sowie Erkenntnisse aus Penetration Tests.

Infoguard-Verwaltungsrat Hannes Lubich auf der Bühne während der Security Lounge in Zug.

Infoguard-Verwaltungsrat Hannes Lubich sprach während der Veranstaltung über das Spannungsfeld zwischen Insider Threats, geeigneten Schutzmassnahmen und deren Grenzen. (Source: zVg)

KI verschiebt die Leitfragen

Gemeinsam mit Palo Alto Networks, Digicert, Silverfort und HPE Networking habe der Baarer Cybersecurity-Spezialist Entwicklungen und Lösungsansätze rund um KI-gestützte Cyberabwehr, Kryptografie, Privileged Access Management und KI-native Netzwerksicherheit vorgestellt. Damit hat der Anlass laut Meier einen Schwerpunkt auf Fragen gelegt, die Security-Teams derzeit unmittelbar beschäftigen: reale Angriffsmuster, konkrete Erkenntnisse aus Cybervorfällen, moderne Detection-and-Response-Ansätze sowie die Frage, wie Unternehmen ihre Cyberresilienz angesichts dynamischer Bedrohungen, professioneller Angreifer und neuer Technologien wie KI gezielt stärken können.

Besonders intensiv diskutiert worden sei die Rolle von künstlicher Intelligenz in der Bedrohungslandschaft. "Während KI Angriffe beschleunigt und weiter professionalisiert, eröffnet sie gleichzeitig neue Möglichkeiten bei der Bedrohungserkennung, Analyse und Priorisierung von Sicherheitsereignissen im Security Operations Center (SOC)", sagt der Infoguard-CEO. Für Unternehmen ergebe sich daraus eine doppelte Aufgabe: Sie müssten KI als Werkzeug der Verteidigung nutzen, ohne Kontrolle über Daten, Entscheidungen und Governance abzugeben.

Genau dieses Thema zog sich gemäss Meier wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Im Mittelpunkt habe die Frage gestanden, wie sich denn der Einsatz von KI mit steigenden Anforderungen an Compliance, Datensouveränität und Governance vereinbaren lasse. In Gesprächen mit Kunden habe Meier festgestellt, dass neben der Leistungsfähigkeit einer KI-Lösung zunehmend der Verarbeitungsort sensibler Daten, regulatorisch konforme Betriebsmodelle, transparente KI-Entscheidungen und die Kontrolle über die eigenen Daten an Bedeutung gewinnen würden. "Die Frage ist nicht mehr, ob ein SOC KI nutzt - sondern wo die Daten verarbeitet werden, wie kontrolliert die KI arbeitet und wie der Mensch die Hoheit über sicherheitsrelevante Entscheidungen behält", sagt er.

Infoguard feiert 25-jähriges Bestehen

Den Abschluss des Programms bildete eine Keynote von Leadership Coach und Comedian Rob Spence zum Thema "Humor - die ultimative Superkraft". Als weiteres besonderes Highlight nennt der Infoguard-CEO die Kombination mehrerer Meilensteine: Die 16. Security Lounge fiel nämlich mit dem 25-Jahre-Jubiläum von Infoguard zusammen. Abgesehen von einem Flying Dinner mit Blick auf den Zugersee und reichlich Gelegenheit zum Networking habe das Sicherheitsunternehmen seinen Gästen zur Feier des Tages auch eine eigens kreierte Jubiläumstorte serviert. 

Auf dem Bild sind viele Personen im Theater Casino Zug zu sehen beim Apéro und Networking. Hinter ihnen ist der Zugersee zu sehen.

Die Teilnehmenden konnten den Anlass beim Networking und Flying Dinner ausklingen lassen. (Source: zVg)

Aus Meiers Sicht zeigte die Resonanz, wie gross der Bedarf an praxisnaher Einordnung und persönlichem Austausch in der Cybersecurity-Community ist. Der Event sei "ein Ort des Dialogs, an dem Wissen geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Impulse für die Praxis geschaffen werden". Die nächste Infoguard Security Lounge soll am 23. Juni 2027 stattfinden.

 

Infoguard hat übrigens ein neues Mitglied in seinem Verwaltungsrat: Frank Brandenburg soll die strategische Ausrichtung des Unternehmens stärken und eine weitere Erschliessung des DACH-Raums vorantreiben. Lesen Sie hier mehr. 

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