Kapo Zürich warnt

Betrüger haben es mit gefälschter Trust-Wallet-Warnung auf Krypto-Wallets abgesehen

Uhr
von Elia Ferrari und dwi

Cyberkriminelle warnen im vermeintlichen Namen von Trust Wallet vor einer angeblichen Datenpanne. Wer daraufhin sein Krypto-Wallet "absichern" will, landet auf einer gefälschten Website, auf der die Betrüger die Recovery Phrase und andere sensible Zugangsdaten abgreifen wollen.

(Source: macrovector / magnific.com)
(Source: macrovector / magnific.com)

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor Phishing-Mails, die derzeit im vermeintlichen Namen des Krypto-Wallet-Anbieters Trust Wallet kursieren. Darin behaupten die Absender, es habe eine Sicherheitsverletzung gegeben, von der auch das Wallet der Empfängerinnen und Empfänger betroffen sein könnte. Um Schäden zu verhindern, fordern die Betrüger die Betroffenen dazu auf, ihr Wallet umgehend über einen Link in der E-Mail zu überprüfen, wie die Kapo auf "Cybercrimepolice.ch" mitteilt.

Phishing mail

(Source: zVg)

Der Link führt laut der Polizei jedoch auf eine Fake-Website, die den Auftritt von Trust Wallet imitiert. Auch dort sei von einer angeblichen Datenpanne die Rede. Die Seite fordere die Besuchenden auf, ihr Wallet zu verbinden, um es abzusichern.

die Phishing Website

(Source: zVg)

Schlägt die automatische Verbindung fehl, bietet die Website eine manuelle Verbindung an, wie die Kapo schreibt. Dafür sollen die Betroffenen unter anderem ihre Recovery Phrase, ihren Keystore oder ihren Private Key eingeben. Mit diesen Angaben könnten die Kriminellen dann vollen Zugriff auf das Wallet erlangen und die Kryptowährungen der Opfer auf ein anderes Wallet übertragen.

Empfehlungen 

  • Verdächtige E-Mails an Cybercrimepolice.ch weiterleiten und Absender, Domain sowie Inhalt kritisch prüfen - vor allem wenn mit angeblichen Sicherheitsproblemen Druck ausgeübt wird.
  • Die Recovery Phrase oder den Private Key nie auf einer Website eingeben, deren Link per E-Mail, SMS oder Nachricht zugeschickt wurde.
  • Krypto-Dienstleister nur über deren offizielle Website oder App aufrufen.

Wer seine Recovery Phrase oder seinen Private Key bereits preisgegeben hat, muss laut Kapo davon ausgehen, dass das Wallet dauerhaft kompromittiert ist. Falls noch Zugriff auf das Wallet besteht, rät die Polizei, die Kryptowährungen so schnell wie möglich auf ein sicheres Wallet zu übertragen.

 

Übrigens warnt die Kapo Zürich auch vor gefälschten Login-Warnungen im vermeintlichen Namen von Postfinance. Mehr zu dieser Betrugsmasche lesen Sie hier.

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