IT-Führungskräfte wünschen sich digitale Souveränität
38 Prozent der Schweizer IT-Führungskräfte sehen IT-Sicherheit als grösste Herausforderung für Unternehmen. Weitere zentrale Themen sind begrenzte Budgets, die Cloud-Migration, der Fachkräftemangel sowie die Sicherung der digitalen Souveränität.
Die grösste Herausforderung für Schweizer Unternehmen ist die IT-Sicherheit: 38 Prozent von 200 IT-Führungskräften aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden nannten sie als zentrales Thema. Grundlage dafür war eine Doppel-Blind-Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen Onepoll im Auftrag von Cisco im Oktober 2025 durchgeführt hat. An zweiter Stelle folgten laut Cisco begrenzte Budgets mit 33 Prozent, an dritter die Cloud-Migration mit 32 Prozent. 30 Prozent der Befragten hätten den IT-Fachkräftemangel als Herausforderung genannt, 29 Prozent die Sicherung der digitalen Souveränität.
Den IT-Führungskräften sei zudem die maximale Handlungsfreiheit der Schweiz im digitalen Raum wichtig. So seien 96 Prozent der Meinung, dass die Schweiz die Kontrolle über ihre digitale Infrastruktur und Daten behalten soll. 46 Prozent würden sich sogar eine nationale Strategie wünschen. 38 Prozent sind gemäss Umfrage für Investitionen in die lokale IT-Ausbildung, 37 Prozent für die Entwicklung lokaler IT-Hardware und -Software. Effizienz und Souveränität seien "wichtige Treiber, um Innovationskraft, Wirtschaftsstärke und Resilienz der Schweizer Wirtschaft zu stärken", wie Christopher Tighe, Geschäftsführer von Cisco Schweiz, sagt.

Christopher Tighe, Geschäftsführer bei Cisco Schweiz. (Source: zVg)
Bei der Produktauswahl ist laut dem Unternehmen der meist genannte Faktor der Return on Investment (ROI) mit 39 Prozent. Danach folgt die KI-Kompatibilität, ebenfalls mit 39 Prozent, während die Produktqualität mit 38 Prozent auf Platz drei liegt. Gegen die angespannte Lage in der Cybersicherheit schätzen die IT-Führungskräfte Netzwerksicherheit (40 Prozent), Cloud-Schutz (37 Prozent) sowie Datenverschlüsselung (34 Prozent) als wichtige Faktoren ein.
Die Umfrage zeige des weiteren, dass künstliche Intelligenz "sich von einer visionären Zukunftstechnologie zu einem zentralen Treiber wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Transformation entwickelt". Von den befragten Unternehmen würden neun von zehn KI bereits im Geschäftsalltag nutzen, schreibt Cisco. Die Technologie übernimmt demnach Aufgaben wie automatische Kundenkommunikation (42 Prozent), Bilderkennung und Qualitätskontrolle (40 Prozent) sowie Prozessautomatisierung (37 Prozent). Gemäss dem Cisco AI Readiness Index setzen 80 Prozent der Firmen bereits KI-Agenten ein oder planen dies. 37 Prozent der Unternehmen würden davon ausgehen, dass innerhalb eines Jahres KI-Agenten bereits mit Mitarbeitern zusammenarbeiten werden.
Die bundesweite Sensibilisierungskampagne "S-U-P-E-R.ch" kommt zum Schluss, dass Cybersicherheit auch die Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte betrifft und nicht nur als IT-Thema betrachtet werden soll. Lesen Sie hier mehr darüber.
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