FHNW eröffnet neues Security Lab
Die FHNW eröffnet ein neues Security Lab mit dem Ziel, die Erfolgsquote von Cyberangriffen einzudämmen. Das Team am Campus Brugg-Windisch simuliert komplexe Angriffsszenarien und testet entsprechende Abwehrmechanismen.
Die Hochschule für Informatik FHNW eröffnet am Campus Brugg-Windisch ein neues Security Lab. Es soll als hochspezialisierte Plattform für angewandte Forschung, Wissenstransfer sowie die Ausbildung künftiger Sicherheitsfachleute dienen, wie die FHNW mitteilt. Ab August 2026 soll auch ein Standort am neuen FHNW-Campus Dreispitz in Basel die Arbeit aufnehmen.
Hintergrund des neuen Security Labs sei, dass Cyberangriffe zu einem immer grösseren Problem sowohl für Privatanwender als auch für KMUs und Grosskonzerne werden. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft stelle sich nicht die Frage, ob ein Angriff erfolge, sondern wie widerstandsfähig Unternehmen auf einen solchen reagieren könnten, schreibt die Hochschule.
Angriffe werden live simuliert
Dem Security Lab stehen gemäss FHNW spezialisierte und vielseitig einsetzbare Infrastrukturen zur Verfügung, die auch in der Lehre zum Einsatz kommen. Ziel sei, die Komplexität moderner IT-Bedrohungen realitätsnah abzubilden. Es seien unter anderem OT-, IoT-, IIoT- sowie Smarthome-Komponenten integriert, die gezielt aktuellen Angriffsszenarien ausgesetzt würden, um ihre Sicherheit zu prüfen. Durch die Live-Simulation von Angriffen soll eine praxisnahe Unterstützung der Industrie beim Aufbau und bei der Integration moderner und sicherer Systeme ermöglicht werden.

Professor Christoph Scherb, Co-Leiter des Security Lab. (Source: FHNW)
"Unser Ziel ist es, Schwachstellen zu finden, bevor Angreifer es tun. Das erfordert Forschung unter realistischen Bedingungen - mit echten Angriffen auf echte Systeme", sagt Christopher Scherb, Co-Leiter des Security Lab. Das Wissen würde an Studierende und Wirtschaftspartner weitergegeben, damit die "Systeme von morgen" von Anfang an sicherer gebaut und betrieben werden könnten. Das Security Lab sei die Umgebung, die genau das ermögliche, wie Scherb ausführt.
Neben der Forschung soll das neue Security Lab auch ein integraler Bestandteil der Informatikausbildung werden. Bachelor- und Masterstudierende sollen dort aktuelles Forschungswissen in die Praxis umsetzen. Das dabei erworbene Know-how fliesse durch die Zusammenarbeit mit Partnern und der Technologietransferstelle fitt.ch direkt in regionale Unternehmen, schreibt die FHNW.
Die FHNW bietet übrigens auch Weiterbildungsprogramme für IT-Führungskräfte an. Lesen Sie hier mehr dazu.
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