Tipps von Stop Privacy

Wie man einen seriösen Onlineshop erkennt

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von Yannick Züllig und msc

Der Black Friday und das Weihnachtsgeschäft bringen den Onlinehandel zum Florieren. Auch Cyberkriminelle nutzen diese Tatsache aus. Der Verein "Stop Piracy" und der Handelsverband.Swiss haben eine Reihe von Tipps zum Erkennen von betrügerischen Onlineshops veröffentlicht.

(Source: rupixen / unsplash.com)
(Source: rupixen / unsplash.com)

Der Verein "Stop Piracy" und der Handelsverband.Swiss haben eine Reihe von Tipps veröffentlicht, mit denen sich betrügerische Onlineshop erkennen lassen. Die Jahreszeit zwischen Black Friday und Weihnachten sei ein "Festschmaus" für Produktpiraten und Fakeshops, schreibt "Stop Piracy". Deshalb sei es für Konsumenten besonders wichtig, beim Online-Einkauf vorsichtig zu sein.

Im Jahr 2022 habe das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit einen Anstieg von rund 30 Prozent bei gefälschter Ware aus dem Internethandel festgestellt. Für seriöse Onlineshops ist es umso wichtiger, mittels klarer Kommunikation das Vertrauen der Kundschaft zu gewinnen und langfristig zu behalten. 

Zu den Merkmalen, die es laut "Stop Piracy" und Handelsverband.Swiss zu beachten gilt, gehören:

  • Webadresse: Cyberkriminelle benutzen oft eine abgeänderte Version einer bestehenden Webadresse. So kann etwa durch Hinzufügen von Erweiterungen wie "-switzerland" oder "-suisse" ein Bezug zur Schweiz vorgetäuscht werden. Auch bedeutet eine Endung mit .ch nicht zwingend, dass der Inhalt der Seite auch tatsächlich aus der Schweiz kommt! Denn auch Personen und Firmen mit Sitz im Ausland können eine .ch-Domain erwerben.
  • Impressum und Kontaktmöglichkeiten: Ein korrektes Impressum beinhaltet die Firmenadresse, eine E-Mail-Adresse sowie rechtliche Informationen wie etwa einen Handelsregistereintrag. Ein nicht vorhandenes oder unvollständiges Impressum kann ein Hinweis auf einen Fake-Shop sein. Zudem sollte eine Kontaktmöglichkeit bestehen - per Chat oder E-Mail, wenn möglich auch telefonisch.
  • Bewertungen: Verdächtig sind Onlineshops, die kaum oder gar keine Bewertungen haben. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass der Shop erst kürzlich erstellt wurde. Onlineshops, bei denen überwiegend sehr gute oder sehr schlechte Bewertungen angezeigt werden, sind oftmals fake. Zahlreiche sehr schlechte Bewertungen weisen auf verärgerte, betrogene Kundschaft hin, während die vielen positiven Rezensionen oft entweder gefälscht oder käuflich erworben werden. Also sind nicht nur schlechte oder fehlende Bewertungen ein Warnsignal, sondern auch auffällig viele positive.
  • Gütesiegel: Fake-Onlineshops verwenden oft kostenlose Gütesiegel, um den Eindruck von Seriosität zu erwecken. Am besten schützt man sich vor solchen Betrügereien, indem man die offizielle Website des Siegelanbieters besucht und dort die Echtheit der Gütesiegel prüft. Bekannte Gütesiegel in der Schweiz sind die Swiss Online Garantie oder Trusted Shops.
  • Retoure: In der Schweiz haben Kundinnen und Kunden zwar keinen gesetzlichen Anspruch auf Umtausch oder Rückgabe, viele Schweizer Onlinehändler gewähren jedoch ein freiwilliges Retourenrecht. Das Fehlen einer Rücksendemöglichkeit bedeutet deshalb, Vorsicht!
  • Preis: Wenn die Preise zu gut erscheinen, um wahr zu sein, könnte es sich um eine Betrugsmasche handeln. Auch seröse Anbieter geben zwar Rabatte, diese sind jedoch meist zeitlich beschränkt und stehen in einem plausiblen Verhältnis zum üblichen Preis.

Lesen Sie auch: Budgetieren, vergleichen, kaufen - der Black Friday will gut geplant sein.

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