ETH-Start-up lanciert autonome Cybersicherheitslösung für KMUs
MB Cyber Security hat ein Plug-and-Play-Firewall-Gerät auf den Markt gebracht, das speziell für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung entwickelt wurde und ohne aufwendige Installation vor Cyberangriffen schützt. Die eigens entwickelte KI-basierte Lösung erkennt dabei sowohl bekannte Bedrohungen als auch bislang unbekannte Angriffsmuster.
Während seines Cybersecurity-Studiums an der ETH Zürich arbeitete Marino Müller mit kleinen und mittleren Unternehmen zusammen. Dabei erkannte der heutige CEO von MB Cyber Security, dass viele dieser Betriebe trotz sensibler Kundendaten unzureichend gegen Cyberangriffe geschützt sind. Der Grund: Herkömmliche Internetrouter bieten oft zu wenig Sicherheit, während professionelle Enterprise-Firewalls für viele KMU aus personellen wie finanziellen Gründen nicht infrage kommen. Aus dieser Beobachtung heraus tüftelte Müller an einem ersten Prototypen - der Grundlage für MB Cyber Security, das Mitte 2025 als offizielles ETH-Zürich-Start-up gegründet wurde.
Das in Zug ansässige Start-up hat ein autonomes Plug-and-Play-Firewall-Gerät entwickelt, das KMUs ohne eigenes IT-Personal vor Cyberangriffen wie Phishing, Malware und Botnet-Traffic schützt. Die Lösung wird als Abonnement angeboten und vereint Firewall, Netzwerküberwachung sowie eine eigens entwickelte KI-basierte Bedrohungserkennung in einem Gerät. Die speziell auf die Anforderungen von KMUs trainierten Machine-Learning-Modelle erkennen dabei auch bislang unbekannte Cyberangriffe. Sämtliche Kundendaten verbleiben ausschliesslich auf Schweizer Infrastruktur.
MB Cyber Security hat bereits erste zahlende Kunden aus verschiedenen KMU-Dienstleistungsbranchen gewonnen. Im Fokus stehen Anwaltskanzleien, Treuhänder, Arztpraxen, Vermögensverwalter und technische Dienstleister. Der Zielmarkt ist derzeit die Schweiz, perspektivisch will das Start-up in den gesamten DACH-Raum expandieren. "Unsere Positionierung mit dem Swiss Made Software Label und lokaler Datenhoheit ist auch in Deutschland und Österreich gefragt. In unserer Kundenpipeline befinden sich entsprechend bereits erste österreichische und deutsche Firmen", erklärt CEO und Co-Founder Marino Müller.
Hinter MB Cyber Security steht derzeit ein dreiköpfiges Team. Als Investor und Advisor ist zudem Christian Baha, Gründer des Fintech-Unicorns Superfund, an Bord. Das Start-up finanziert sich aktuell über eine Kombination aus Eigenmitteln und einem Gründungsinvestment. Zusätzlich generiert das Unternehmen bereits erste wiederkehrende Einnahmen aus seinem Abomodell. Für Ende 2026 ist eine Finanzierungsrunde geplant.
In den kommenden Wochen soll ausserdem ein erstes Patent für ein Kernverfahren der KI-basierten Bedrohungserkennung angemeldet werden. Parallel dazu arbeitet MB Cyber Security an mehreren Partnerschaften und entwickelt seine Lösung kontinuierlich weiter. Im Laufe des Jahres soll zudem das Team erweitert werden.
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