Kameras und Sensoren in autonomen Fahrzeugen bieten Angriffsfläche
Viele neue Autos haben Fahrassistenzsysteme, die ihre Umgebung mit Kameras und Sensoren erfassen. Doch schon einfache Manipulationen wie das Aufkleben einer speziellen Folie auf eine Kamera können die Assistenzsysteme in die Irre führen.
Autonome Fahrzeuge sind von funktionierenden Sensoren und Kameras abhängig. Wenn diese nicht korrekt funktionieren oder jemand sie manipuliert, kann dies zu Fehlentscheidungen und Unfällen führen. Die Technische Universität München untersuchte, wie man Kameras von Smart Cars manipulieren kann. Dies soll dabei helfen, die Fahrzeuge besser vor Manipulationen zu schützen, wie die Technische Universität München mitteilt.
Für autonome Funktionen nutzen Autos Sensoren und Kameras. Damit erkennen sie Verkehrszeichen, Fahrbahnmarkierungen und andere Verkehrsteilnehmende. Wenn jemand etwa einen Sensor mit einer speziellen Folie manipuliert, kann dies sicherheitskritische Folgen haben.
Konkret testeten die Forschenden das Aufkleben von Polycarbonatfolie mit einer mikroskopisch kleinen Prismenstruktur. Diese lenkt das Licht um 20 Grad ab, sodass Objekte für die Kamera weiter links oder rechts erscheinen, als sie tatsächlich sind. Da das Fahrzeug die Objekte weiterhin erkennt, ihre Position aber falsch einschätzt, kann es Fehlentscheidungen treffen und beispielsweise in den Gegenverkehr geraten.
Autos sollen Manipulationen selbst erkennen
Die Forschenden arbeiten auch an Schutzmechanismen, mit denen Fahrzeuge Manipulationen künftig selbstständig erkennen und darauf reagieren können. So sollen die Autos beispielsweise sicher am Strassenrand anhalten oder bereits vor der Abfahrt auf fehlerhafte Sensoren hinweisen.
Auch Verkehrsschilder können selbstfahrende Autos verwirren. Mehr dazu, wie Verkehrsschilder "weiterfahren" dazu führen können, dass Autos weiterfahren und Fussgänger ignorieren, lesen Sie hier.
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