Mit Märchen von abgelaufener Zahlungsmethode

Phisher locken Webland-Kunden in die Falle

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von René Jaun und ahu

Cyberkriminelle fälschen aktuell E-Mails des Hosters Webland. Darin behaupten sie, eine Zahlungsmethode sei abgelaufen und locken mit einem Link zum Aktualisieren Opfer in die Phishing-Falle.

(Source: Mohamed_Hassan / Pixabay)
(Source: Mohamed_Hassan / Pixabay)

Cyon hatte schon das Pech, Hostpoint sogar schon mehrfach. Mit Webland ist nun erneut ein Schweizer Hostinganbieter unfreiwilliger Protagonist einer Phishing-Kampagne.

Die Kantonspolizeien Zürich und Bern warnen auf ihrem Portal "Cybercrimepolice.ch" vor der aktuell laufenden Phishing-Welle. Die kriminellen Versender der E-Mails schreiben demnach potenzielle Opfer an und behaupten, bei Webland sei entweder ein veraltetes oder gar kein Zahlungsmittel hinterlegt. Wer die Informationen nicht aktualisiere, riskiere einen Serviceunterbruch.

Abgesehen vom wechselnden Absender scheint es sich laut der Warnmeldung um klassisches Phishing zu handeln. Das heisst: Der in den fingierten Mails verschickte Link führt nicht zu Webland, sondern auf eine von den Betrügern aufgesetzte Website. Dort fragen sie unter anderem Kreditkartendaten ihres Opfers ab, um diese dann für ihre Abbuchungen zu missbrauchen.

Die Ratschläge der Polizei, um nicht Opfer derartiger Maschen zu werden, sind denn auch die gleichen wie bei allen Phishing-Kampagnen:

  • Leiten Sie potenzielle Betrugs-E-Mails an feedback@cybercrimepolice.ch weiter.

  • Ignorieren Sie das E-Mail und löschen oder verschieben Sie es in Ihren Junk- resp. Spam-Ordner.

  • Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS oder anderen Nachrichten bzw. Websites, da diese manipuliert oder optisch verändert sein können.

  • Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.

  • Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Dienstleister nachzufragen, um die Seriosität bzw. Legitimität der E-Mail zu klären.

Wer Daten schon preisgegeben hat, sollte seine Kreditkarte sperren, sein Webland-Passwort ändern und bei der Polizei Anzeige erstatten.

 

Lesen Sie auch: Das BACS warnt vor Betrugsmaschen, mit denen Cyberkriminelle Reisende ins Visier nehmen. Dazu gehören betrügerische Buchungssites, falsche Mautgebühren oder Angriffe auf das öffentliche WLAN. Hier finden Sie die Tipps der Behörde, mit denen sich Risiken reduzieren lassen.

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