Swisscom und Sunrise gründen Anti-Betrugskonsortium
Die Telkos Swisscom und Sunrise haben ein Konsortium zur Betrugsprävention ins Leben gerufen. Es soll den Austausch von Risikoinformationen in Echtzeit ermöglichen, um Betrüger über Anbietergrenzen hinweg schneller zu erkennen.
Swisscom und Sunrise haben gemeinsam mit Lexis Nexis Risk Solutions ein Konsortium zur Betrugsprävention gegründet. Laut dem US-Datenanalyseanbieter handelt es sich um das weltweit erste Telekommunikationskonsortium, das Informationen über Betrugsversuche in Echtzeit austauscht.
Erkenne einer der beiden Telkos einen Betrüger und blockiere ihn, sollen die Informationen künftig in Echtzeit mit dem anderen Anbieter geteilt werden. Dadurch sollen Betrüger nicht einfach zu einem anderen Telko wechseln können. Das Konsortium diene so als Frühwarnsystem und verbessere die Betrugsprävention.
Die technische Grundlage bildet laut Mitteilung das Lexis Nexis Risk Intelligence Consortium. Dabei handle es sich um ein Netzwerk für den datenschutzkonformen Austausch von Risikoinformationen, das bereits in anderen Branchen eingesetzt werde. Nach Angaben von Lexis Nexis identifizierte das Schweizer Telko-Konsortium in den ersten drei Monaten mehr als 4000 Risikomerkmale. Dadurch habe sich die Betrugserkennung um 150 Prozent verbessert.
"Die Zusammenarbeit im Konsortium hat es uns ermöglicht, zu einer deutlich proaktiveren Betrugspräventionsstrategie überzugehen", sagt Michael Hohermuth, Fraud Manager bei Swisscom, und ergänzt: "Auf Hochrisikosignale reagieren zu können, bevor ein Betrugsversuch überhaupt eintrifft, hebt unser Bedrohungsmanagement auf ein neues Niveau."
Das Bakom nimmt seit diesem Juli die Telkos übrigens noch stärker in die Pflicht, den Schutz gegen verdächtige Anrufe zu erhöhen. Lesen Sie hier nach, welche Regeln nun gelten.
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